Sie wurden mit dem KSV Tennenbronn 1996 Meister in der Verbandsliga (vorne von links): Ralf Maier, Ulrich Moosmann, Daniel Fichter, Martin Hilser, Holger Nagel und Werner Hilser; Mitte: Rudi Schondelmaier, Martin Maier, Gerald Haas, Joachim Moosmann und Karl Reiner; hinten Trainer Robert Wolber, Mannschaftsführer Herbert Nagel, Matthias Brenn, Alexander Fichter, Volker Faißt, Karsten Fichter, Alexander Hils, Siegfried Flaig und die Vorsitzende Elvira Schubert. Foto: KSV

Auf eine stolze Geschichte darf der Kraftsportverein Tennenbronn (KSV) zurückblick. Das 100-jährige Bestehen wird von Freitag, 16. Mai, bis Sonntag, 18. Mai, gebührend gefeiert.

Zudem gibt es eine neue Chronik, aus der Auszüge vorgestellt werden. Start ist mit der Fight Night am Freitag, 16. Mai. Ab 19.30 Uhr gibt es Freundschaftskämpfe in der Halle, bevor InAchord aufspielen werden. Zudem gibt es eine Zeitreise durch „100 Jahre KSV Tennenbronn“. Am Samstag, 17. Mai, folgt ab 19.30 Uhr die Rock Night mit Alcoholywood und Audioproof.

 

Am Sonntag, 18. Mai, folgt der dritte Festtag. Start ist um 9.30 Uhr mit dem Festakt in der Halle. Ab 11 Uhr gibt es Mittagstisch, bevor Siggi und Bob aufspielen. Zudem gibt es ein Kinderprogramm, bevor das Fest ausklingt.

Nagelneue Chronik

Pünktlich zum großen Fest liegt auch die nagelneue Chronik vor. So geht es darin zurück bis zu den Anfängen des KSV Tennenbronn. Schon 1924 wurden auf dem Löwenacker Ringen und Gewichtheben gezeigt – damals allerdings noch von Vereinen aus Schramberg, Lauterbach und St. Georgen. Bereits 1906 hatte sich ein Athleten-Club Germania in Tennenbronn gegründet, der sich aber nicht lange halten konnte.

Christian Bader war dann 1925 der entscheidende Mann, der die Gründung des KSV Tennenbronn vorantrieb. Er war auch Vorsitzender des auf Anhieb 48 Mitglieder zählenden Vereins. Es gab auch Mitbegründer aus Schramberg, die eine begehrte Ringermatte nach Tennenbronn mitbrachten – und fortan konnte fleißig trainiert werden.

Führender Verein

Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der KSV zu einem der führenden Ringervereine im südbadischen Raum. Bis hin zu deutschen Meisterschaften brachten es die Ringer des KSV Tennenbronn, was auch an der überaus kompetenten Vereinsführung um den Vorsitzenden Erhard Obergfell lag.

Der Bau der Halle im Jahr 1958 brachte einen weiteren Schub. Zuvor war in der Tenne und im Nebenzimmer des Löwen trainiert worden.

1959 folgten der Aufstieg in die südbadische Oberliga 1963 in die gesamtbadische Gruppenliga. Alfred Silberhorn holte 1968 im Freistil als erster Tennenbronner Ringer einen Meistertitel. 1979 war der KSV Tennenbronn gar in der damaligen zweiten Bundesliga, wo immerhin einmal der Klassenerhalt geschafft wurde.

Unvergessen sind die Erfolge der Gebrüder Karl und Robert Reiner. Letzterer holte sich 1980 in Colorado Springs in den USA gar den Titel des Jugend-Weltmeisters. Bei seiner Rückkehr nach Tennenbronn gab es einen begeisternden Empfang.

Ringer und Vorstandschaft im Jahr 1985. Foto: KSV

Der Bau der Ringerhalle verschaffte dem Verein weitere Möglichkeiten. 2005 gelang mit dem Aufstieg aus der Ober- in die Regionalliga ein weiterer Coup, wo allerdings ein Jahr später schon wieder Schluss war. In der jüngeren Vergangenheit gelang aber die Rückkehr in die Regionalliga.

Sie holten die Meisterschaft in der Oberliga im Jahr 2013. Foto: KSV

Hochkarätige Derbys gegen Aichhalden, Sulgen oder Hofstetten sorgten immer wieder für eine prall gefüllte Halle mit begeisternden Kämpfen – beispielsweise von Fabian Reiner, Timo-Marcel Nagel oder David Brenn. Matthias Brenn stellte die Kämpfer als Trainer stets optimal ein.

Fabian Reiner (links) und sein „ewiger Rivale“ Frank Stäbler. Foto: KSV

Aktuell besitzt der Verein 639 Mitglieder. Vorsitzender ist Alexander Fichter. Neben dem Ringen gibt es auch vielfältige Angebote im Freizeitsport.