Ehrten Rolf Grandis (Zweiter von rechts): Sebastian Werner KKS Grenzach, Hubert Knauber 1. Kreisschützenmeister des Markgräfler Schützenkreises und Bürgermeister Tobias Benz. Foto: Heinz Vollmar

Mit einem Jubiläumsfestakt feierte der Kleinkaliber Schützenverein Grenzach am Freitag sein 100-jähriges Vereinsjubiläum

Sebastian Werner, Vorsitzender des Kleinkaliber-Schützenvereins, erinnerte nicht nur an die Vereinsgründung im Jahr 1926, sondern blickte auch auf eine Zeit zurück, die eine andere gewesen sei, so seine Worte. Dass der Verein mehr als 100 Jahre bestehen konnte, habe vor allem mit den Menschen zu tun, die den Verein tragen. Er nannte die Ehrenmitglieder Horst Huber, Hans Looke und Rolf Grandis, die über viele Jahre hinweg den Schützensport in Grenzach-Wyhlen vorangebracht hätten und sich große Verdienste um den Verein erworben hätten. Sie hätten mit großem Respekt, Kameradschaftssinn, Disziplin und Weitblick das Vereinsgeschehen in außergewöhnlichem Maße geprägt und dafür gesorgt, dass diese Eigenschaften den Schützensport in der Gemeinde bis heute bestimmen würden.

 

In Bezug auf den Schießsport selbst, der von immer schwierigeren rechtlichen Rahmenbedingungen bestimmt werde, sagte Werner, dass der Schießsport, wie man ihn beim KKSV Grenzach betreibe, nichts mit „Herumballern“ oder paramilitärischer Ausbildung zu tun habe. Vielmehr erfordere der Schützensport ein hohes Maß an Disziplin, sportlichem Ehrgeiz, Konzentration und Ausdauer.

In einem Ausblick forderte der Vorsitzende, dass man auch weiterhin die Tradition des Schützensports wahren, an der Zukunft weiterbauen und auch junge Menschen für den Schützensport begeistern solle. „Die Glückwünsche zum 100-jährigen Bestehen überbrachte Bürgermeister Tobias Benz. Er sagte, das Jubiläum sei ein ganz besonderes Ereignis, auf das man mit großem Respekt zurückblicke.

Mit Gemeinde verbunden

Lobend erwähnte er, dass sich der Verein nach dem Zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen Wirren immer wieder neu erfinden konnte und bis heute sehr eng mit dem Geschehen in der Gemeinde verbunden sei. Auch er kritisierte, dass nach einzelnen Vorfällen, die an sich gar nichts mit dem Schützensport zu tun hätten, immer wieder eine ganze Zunft gebrandmarkt werde. „99,99 Prozent aller Sportschützen sind sogar Vorbilder“, so der Bürgermeister. Dem KKS Grenzach versprach er auch künftig die Unterstützung der Gemeinde und des Werkhofs, wenn dies am Schießstand im Grenzacher Rettenacker vonnöten sei.

Die Glückwünsche des Südbadischen Sportschützenverbandes überbrachte dessen Präsident Patrick Scheel. Er verwies darauf, dass das gesamte Schützenwesen einen lebendigen Teil der regionalen und überregionalen Identität ausmache und gelebte Tradition repräsentiere.

Dank und Anerkennung

Im Namen des Deutschen Schützenbundes dankte er dem Jubiläumsverein mit der entsprechenden Dank- und Anerkennungsplakette.

Weitere Gruß- und Jubiläumsglückwünsche richteten Reinhard Knispel für den Sportschützenverein Herten und Andreas Neubauer für den Schützenverein Efringen-Kirchen an den KKS Grenzach.

Ehrungen: Eine besondere Ehrung von Seiten des Markgräfler Sportschützenkreises erfuhr Rolf Grandis. Die Laudatio übernahm Hubert Knauber, Kreisschützenmeister. Er überreichte Grandis die Ehrennadel des Markgräfler Sportschützenkreises in Silber und würdigte die großen Verdienste des Geehrten um den Schießsport in Grenzach-Wyhlen sowie dessen Engagement, unter anderem als langjähriger Vorsitzender und Oberschützenmeister zum Wohle des Kleinkaliber Schützenvereins Grenzach.

Die gleiche Ehrung erhielt auch Ute Gmeinwieser. Sie konnte jedoch beim Jubiläumsfestakt nicht anwesend sein.