Den besten Schuss auf die Rangendinger Jubiläums-Ehrenscheibe hat Alis Janz (Zweite von links) abgegeben. Foto: Stifel

Nach der Hockete gab es Unterhaltung bis in die Nacht: Die Rangendinger Schützen können feiern! Im Juni geht es weiter mit den Feierlichkeiten.

Zwei Tage lang zeigte sich, wie lebendig der Traditionsverein auch nach einem Jahrhundert noch ist und wie stark er in der Dorfgemeinschaft verankert ist. Nach der Vatertagshockete setzten sich am Samstag die Feierlichkeiten im beheizten Festzelt beim Schützenhaus fort. Die Helfer hatten erneut alle Hände voll zu tun. „Es halfen viele aus den eigenen Reihen mit. Die Resonanz war durchweg positiv“, sagte Vereinsvorsitzender Ralf Dieringer.​

 

Für den musikalischen Rahmen sorgte zunächst die Jugendmusikkapelle Rangendingen-Bietenhausen-Höfendorf. Die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Bálint Takács präsentierten ein abwechslungsreiches Programm und zeigten eindrucksvoll, wie viel Talent in ihnen steckt. Oberschützenmeister Ralf Dieringer hob denn auch die gute Beziehung zwischen dem Schützenverein und dem Musikverein hervor.

Höhepunkt des Partyabends war die Siegerehrung des Jubiläums-Ehrenscheibenschießens. Der Wettbewerb fand bereits im April statt, doch der beste Schuss blieb bislang streng geheim. Die Überraschung war groß – und zugleich familiär: Siegerin wurde Alis Janz, die Mutter des Oberschützenmeisters.

Die seit Jahren erfolgreiche Schützin hat nicht nur einen glatten „Zehner“ geschossen, sondern im Zehnerring auch noch den besten Teiler. Insgesamt 44 Schützinnen und Schützen beteiligten sich. Geschossen wurde mit einem Luftgewehr, freihändig und ohne Schießjacke.

Bei der Enthüllung gab es für Stifter und Künstlerin besonderen Applaus

Die Ehrenscheibe, gestiftet von Ehrenoberschützenmeister Jörg Länge, ist ein Kunstwerk. Gemalt hat sie die Rangendinger Künstlerin Sofia Hallmayer, die Beisitzerin im Verein ist.

Auf der Scheibe verewigt sie die 100-jährige Vereinsgeschichte in vier Motiven. Zu sehen sind das alte Schützenhaus mit den Gründungsmitgliedern, das heutige Schützenhaus, die Fahnenweihe mit dem Gang zur Galluskirche und das Vereinswappen. Der Name der Siegerin, Alis Janz, ist ebenfalls auf der Ehrenscheibe verewigt. Bei der Enthüllung gab es für Stifter und Künstlerin besonderen Applaus.

Der Verein, so heißt es von Ralf Dieringer in der Festschrift, stehe seit jeher für weit mehr als den Schießsport. Er sei ein Ort der Gemeinschaft, der Geselligkeit und des gelebten Miteinanders. Dieringer weiter: „Es erfüllt mich mit Stolz, was der Verein in den vergangenen 100 Jahren erreicht hat – im sozialen Miteinander, in der Entwicklung unserer Vereins- und Infrastruktur sowie in sportlicher Hinsicht.“ Den Schützenverein mit seinen knapp 150 Mitgliedern (davon 25 Aktive) sieht der Vorsitzende für die Zukunft als gut aufgestellt. 28 Mitglieder sind unter 21 Jahre alt. Sehen lassen können sich auch die modern ausgestatteten Schießstände. Sie verfügen über digitale Trefferanzeigen. Aktuell wird die Küche in der Schützenhaus-Gaststätte kernsaniert.

Fortsetzung

Jubiläum, Teil 2
Am Samstag, 13. Juni, folgt ein Ehrungsnachmittag im Gemeindehaus. Gleichzeitig wird im Heimatmuseum die Sonderausstellung „100 Jahre Schützenverein Rangendingen“ eröffnet. Sie zeigt Urkunden, Fotos, besondere Erinnerungsstücke und ein altes Luftgewehr aus einem Jahrhundert Vereinsgeschichte. Der Kreisschützentag Zollernalb 2026 ist anlässlich des Jubiläums bereits in Rangendingen ausgerichtet worden.