Autoreifen, Elektrogeräte, Müll: 100 Helfer packen beim Stadtputz in Triberg an und fördern einiges zutage.
Triberg - Die Wasserfallstadt erlebt eine Generalreinigung: Auf über 1000 Metern Höhe sammeln Mitglieder der Skizunft bis hinab zur Geutsche, ganz unten, unterhalb des Bahnhofs bei weniger als 600 Metern Meereshöhe sind es die Kleintierzüchter, der Fanfarenzug und die Narren der Stabhalterei Freiamt – dazwischen viele weitere Vereine. Sie alle sammeln das achtlos Weggeworfene, den Zivilisationsmüll. Auch viele Kinder sind dabei.
15 Gruppen mit rund 100 Helfern
Etwa 15 Vereine und Vereinigungen mit rund 100 Helfern waren auch heuer wieder aktiv, als es darum ging, das Städtle herauszuputzen, zu reinigen vom Unrat, der sich wieder ein Jahr lang angesammelt hat. Es sei weniger geworden, ist fast überall zu hören.
Da die Touristensaison schon begonnen hat, sollte die Stadt letztlich auch sauber sein. 200 Müllsäcke verteilt der Bauhof, dazu jedes Jahr etwa fünf Dutzend Arbeitshandschuhe. Viele Helfer bringen eigene mit, vor allem für die Kinder sind sie sowieso zu groß. Begonnen wird auf Kommando um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz, wo Heidi Thurner von der Stadtverwaltung die Vereine einteilt.
Karatekas packen in extremer Steillage an
Kein leichtes Einsatzgebiet hatte der Karateclub: Entlang der B 500 weit oberhalb des Bergsees, in extremer Steillage mussten die Sportler ran und fanden dort auch sehr viel. Unterstützt wurden sie von Mitgliedern der Feuerwehr. Mehr als drei Kubikmeter Müll waren es allein auf dem sichelförmigen Parkplatz im oberen Teil: Autoreifen, Elektrogeräte, dazu etliche unkorrekt gefüllte gelbe Säcke. Nicht wesentlich besser sah es auf dem tiefer liegenden Waldparkplatz aus, wie die Gruppe erklärte.
Auch die Skizunft hatte wieder Autoreifen aufgesammelt, dazu kommen viele Pfandflaschen überall im Stadtgebiet. "Das Flaschenpfand ist noch immer zu niedrig", stellt der eine oder andere Sammler verärgert fest.
Die Stadt bedankte sich am Ende bei allen Helfern – nicht nur mit Worten von Bürgermeisterstellvertreter Reinhard Storz, sondern vor allem mit einem Vesper im Kurhaus. Nicht ohne Stolz kann die Stadt auf die Anzahl der Teilnehmer hinweisen, denn Nußbach und Gremmelsbach säubern ihre Orte separat. Die Schulen waren schon am Vormittag an der Reihe. Wenn man alle zusammenzählt, machen bei der Stadtputzete rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung mit. Dabei legt Bürgermeister Gallus Strobel Wert darauf, dass die städtischen Bediensteten freiwillig und unentgeltlich mithelfen.