Im Pflegeheim Gottlob-Freithaler- Haus in Schiltach wurde ein 100. Geburtstag gefeiert: Die Jubilarin war Frau Hedwig Marte.
Mit einem herrlichen Blumenstrauß und Glückwünschen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann im Gepäck, besuchte Schiltach Bürgermeister Thomas Haas jüngst Hedwig Marte zu ihrem 100. Geburtstag.
Muntere Seniorin
Die muntere Seniorin wohnt im Pflegeheim Gottlob-Freithaler-Haus des Pflegeunternehmens Sozialgemeinschaft Schiltach/ Schenkenzell e.V. in Schiltach und freute sich sehr über den Besuch. „Ich lese immer in der Zeitung von ihnen“, empfing sie den Besucher.
Gerne berichtete die Jubilarin von ihrem Leben im Beruf als Apothekerin in Schramberg, von Reisen und Ereignissen, die für sie im Laufe der Zeit wichtig waren: „Ich erinnere mich noch an fast Alles“, versicherte sie dem Bürgermeister.
Mit gutem Gedächtnis berichtete die gebürtige Hardterin beispielsweise von ihren vielfältigen Aufgaben als Apothekerin. Diesen Beruf führte sie von der Ausbildung bis zum Ruhestand aus. Damals habe sie noch selbst Tinkturen, Salben und Tabletten herstellen müssen, weil es in dieser Zeit noch nicht viele Medikamente gegeben habe. Die Rezepturen habe sie teils selbst nach den individuellen Krankheitsbildern und Beschwerden ihrer Kunden erstellt.
Gefragtes Heilkundewissen
Zudem habe sie sich damals als gut ausgebildete Frau in einer Männerdomäne stets behaupten müssen, erinnerte sich Frau Marte.
Auch habe sie viele gesundheitliche Beratungsgespräche geführt. Ihr heilkundiges Wissen sei bei den Kunden sehr gefragt gewesen: „Das braucht man ja heute in diesem Umfang gar nicht mehr“, wusste sie redegewandt zu vermitteln.
Viele Reisen, unter anderem zu ihrer Lieblingsinsel Teneriffa, habe sie unternommen und das Wandern und die Natur hätten sie in früheren Jahren immer begeistert, sagte sie.
Von ursprünglich sechs Geschwistern würde lediglich die jüngste Schwester noch leben, bedauert Marte – leider in einiger Entfernung zu Schiltach. Jedoch habe sie eine Großnichte, die sie zur Feier des 100. Geburtstags noch zum Essen ausführen würde, informierte sie den Bürgermeister zu ihrer beschränkten Zeit am Jubeltag.
Glückwünsche von Haas
Haas war erstaunt über die Eloquenz und das gute Gedächtnis von Frau Marte und genoss das Gespräch mit der hochbetagten Frau. Er wünschte ihr, dass sie körperlich und geistig weiterhin so fit bleiben solle und las ihr zum Schluss seines Besuchs die Glückwünsche Kretschmanns vor.