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10 Jahre iPhone Telefonieren kommt aus der Mode

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Telefonieren kommt aus der Mode

„Mit den mobilen Zugangsmöglichkeiten werden beispielsweise Wartezeiten überbrückt, oder es kommen Nutzungsoptionen hinzu, die auf Kosten sozialer oder anderer Aktivitäten gehen“, heißt es in der Studie. Doch nicht nur der direkte Austausch von Angesicht zu Angesicht leidet. Paradoxerweise wird trotz der Tatsache, dass heute fast jeder ein Handy hat, auch immer weniger telefoniert. Bei Jüngeren liegt Telefonieren nur noch auf Platz vier unter den anderen Handyfunktionen. Wichtiger sind ihnen die Nutzung des Internets, Musik hören und, mit sich ständig vergrößerndem Abstand, das Verschicken von Nachrichten. Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook sind zu den meistgenutzten Kommunikationsplattformen geworden. Doch auch diese Ära neigt sich schon wieder dem Ende zu. Nun sind es Messenger wie Whatsapp und Snapchat, über die vor allem junge Menschen fast ausschließlich kommunizieren. Sprachanrufe dagegen werden zunehmend als lästiger Eingriff in die Privatsphäre empfunden.

Unabsehbare Folgen

All das hat unabsehbare Folgen für Kommunikation und Mediennutzung. Die Allgegenwart der Mobiltechnologie statte die sozialen Netzwerke mit ungeahnter Macht aus und bringe unerwartete neue Verhaltensweisen hervor, stellt der Technikexperte Michael Saylor in seinem Buch „The Mobile Wave“ fest. Saylor betont vor allem das verbindende Moment der permanenten Erreichbarkeit. „Mobile Computer stellen das gesellschaftliche Äquivalent zu einem biologischen Zentralnervensystem dar, dessen Nervenenden sich in alle Winkel des Globus erstrecken, dort wahrnehmen, was vor sich geht, und es an den Rest des ‚Körpers“ melden.“ Dass dieser „globale Organismus“, mit dem jeder Teilnehmer seine Reichweite und seinen Wissensvorrat vergrößere, jedoch nicht unbedingt zu mehr Empathie und Miteinander führt, lässt sich derzeit überall auf der Welt beobachten.

Immerhin macht Taylors Körpermetapher deutlich, warum sich insbesondere jüngere Menschen psychologischen Studien zufolge eines wesentlichen Teils ihrer Persönlichkeit beraubt fühlen, wenn man ihnen ihr Smartphone wegnimmt. Ob es einem gefällt oder nicht: Ohne Zugang zum Netz ist man von der globalen Gemeinde der Handyjünger und damit von einem Großteil der sozialen Interaktion ausgeschlossen. So betrachtet ist es kaum verwunderlich, dass iPhone-Erfinder Steve Jobsvon seinen Fans bis heute wie der Begründer einer neuen Religion verehrt wird.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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