Der SV Zimmern erwischt beim 0:0 gegen Ergenzingen nicht seinen besten Tag – dies sieht auch Coach Marc Genter so. Auch andere Top-Teams der Liga tun sich zum Auftakt jedoch schwer.
Es waren am Samstag gerade 15 Minuten gespielt, da machte sich SVZ-Keeper und Kapitän Chris Fast lautstark bemerkbar: „Auf gehts Jungs, aufwachen jetzt.“ Die Worte waren nicht unbegründet, schließlich hatte der Tabellenführer im Spiel gegen den TuS Ergenzingen Startschwierigkeiten.
Und auch in den weiteren 75 Minuten schaffte man es nicht wirklich, einen Gang höher zu schalten. Die Folge: Ein torloses Remis, welches Trainer Marc Genter nicht zufriedenstellte. Er zählte einige Mängel im Spiel seines Teams auf: „Wir sind zu selten in die Tiefe gelaufen und haben die Bälle nicht gut festgemacht. Unser Aufwand, die Positionswechsel und technische Qualität haben sehr zu wünschen übrig gelassen.“
Die Durchschlagskraft fehlt
Die Gäste aus Ergenzingen verteidigten sehr mannorientiert und ließen so wenig Spielfluss beim SVZ aufkommen. Die Innenverteidigung samt Keeper Fast hatten die meisten Ballkontakte – immer wieder wurde der lange Ball in die Spitze gewählt. Der TuS hatte hier aber nur selten Probleme und konnte die meisten Situationen sicher bereinigen. Zwar gab es durchaus auch Einschussmöglichkeiten für die Genter-Elf, ein Tor sollte aber nicht gelingen.
Auch in fünfzehnminütiger Überzahl blieb ein richtiges „Power-Play“ aus. „Wir konnten es dann ein wenig ruhiger spielen und sind oft über die Außen durchgekommen. Wenn man aber in Überzahl nur ein oder zwei Spieler im Strafraum hat, ist das einfach zu wenig “, so der Cheftrainer. Zumindest defensiv sah er eine deutlich verbesserte 2. Halbzeit, nachdem man vor dem Seitenwechsel „katastrophal schlecht“ (O-Ton Genter) in der Tiefensicherung war. Ergenzingens Trainer Florian Schwend meinte: „Da hatten wir auch die etwas besseren Chancen.“
Top-Teams tun sich schwer
Letztlich waren es für Genter „zwei verlorene Punkte“, wenngleich sein Team zu Hause ungeschlagen bleibt und das vierte Unentschieden der Welt wahrlich kein Weltuntergang ist. Und auch die Konkurrenz hatte zum Start ins neue Jahr zu kämpfen: Die SG Empfingen spielte gegen den VfL Mühlheim 3:3, der VfL Nagold verlor in Freudenstadt sogar mit 3:4. Die TSG Balingen II hatte spielfrei, insofern konnte lediglich der SV Nehren mit dem 1:0-Arbeitssieg gegen Albstadt Boden gut machen.
Am Wochenende spielfrei
Der SVZ ist nun am 14. März in Pfullingen gefordert, und empfängt eine Woche später die SGE. Dort hat Ex-Trainer Steffen Breinlinger – der am Samstag als Zuschauer vor Ort war – für die kommende Runde seine Zusage gegeben.