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Gesungen wird beim Krokodil


Zimmern-Horgen. »Wir gehen jetzt zum Krokodil« ruft Cornelia Langbrandner der munteren Kinderschar zu, die gerade ganz ins Spiel vertieft ist. Aber beim Stichwort Krokodil wissen die Kinder der Kinderkrippe in Horgen ganz genau, was jetzt ansteht: der Morgenkreis.

Schnell schnappen sie sich ihr Sitzkissen und versammeln sich (fast) im Kreis um das grüne Stofftier. »Es ist so erstaunlich, was die Kleinen innerhalb kürzester Zeit gelernt haben«, freut sich Gruppenleiterin Cornelia Langbrandner. Sie sei jetzt schon so lange in der Kindergartenarbeit tätig, aber seit sie in der Krippe arbeite, erlebe sie immer wieder Überraschungen, die sie in Erstaunen versetzen, erzählt sie begeistert.

Aber nicht nur die Erzieherinnen – zum Team zählen noch Stefanie Knappmann und Annica Treinen – genießen die Arbeit mit den Kleinen, auch die Sprösslinge fühlen sich sichtlich wohl in ihren hübsch eingerichteten Räumen im Obergeschoss des Kindergartens. Von der einen Wand lächelt die kleine Raupe Nimmersatt die Kinder an, die anderen Wände zieren Bilder, die die Kleinen selbst gefertigt haben.

Es ist eigentlich fast wie im Kindergarten, jedoch ist alles noch viel kleiner – eben genau abgestimmt auf Kinder unter drei Jahren, so auch der Tagesablauf. Auf feste Abläufe wird in der Horgener Einrichtung sehr großer Wert gelegt. »Durch die Rituale helfen wir den Kindern, dass sie mit dem Tagesablauf besser klar kommen«, erklärt Langbrandner.

Faszinierend ist auch, wie selbstständig die Kleinen bereits nach kurzer Zeit sind. Sie holen sich allein ihr Vesper aus dem Täschle am Haken und gießen sich auch ihr Getränk selbst ein, als wenn es nie anders gewesen wäre – da gerät sogar manche Mutter ins Staunen.

Morgens um 7 Uhr, wenn die Krippe ihre Pforten öffnet und die Kleinen noch etwas verschlafen die Räume betreten, können sie sich so beschäftigen, wie sie möchten: entweder spielen, oder in der Schlafburg noch etwas kuscheln. Auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes wird sehr geachtet. Im Morgenkreis gibt es dann Lieder und Fingerspiele, bevor es zum gemeinsamen Frühstück geht. Auch kleine Spaziergänge oder Besuche bei den »Großen« im Kindergarten stehen regelmäßig auf dem Programm. Es wird zudem gemeinsam gebastelt und gemalt. Im Moment steht bei Lotta, Hagen, Valentin, Laura und den anderen – acht Kinder besuchen die Einrichtung, die im April eröffnet hat derzeit – das Rollenspiel hoch im Kurs. Da wird in der kleinen Puppenküche eifrig gewerkelt, gekocht und »Kaffee« für die Besucher gekocht.

Und abends, wenn die Kleinen dann daheim süß schlummern und von den spannenden Tagen träumen, sind bei regelmäßigen Elternabenden die Eltern gefragt. »Es liegt uns sehr am Herzen, dass wir die Eltern mit im Boot haben und wir uns gegenseitig austauschen können« sagt Langbrandner.

Von Stefanie Siegmeier

02.11.2009 - aktualisiert am 02.11.2009 21:24

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