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Horb - Junger Mann löst mit Notrufen Einsatz aus

Rund um den Rauschbart wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Mann gesucht. Der Parkplatz wurde zur Rauschbart-Rettungszentrale. Foto: Hopp
Rund um den Rauschbart wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Mann gesucht. Der Parkplatz wurde zur Rauschbart-Rettungszentrale. Foto: Hopp
 

Horb - Der Hubschrauber kreiste über dem Rauschbart, Hunde schnüffelten nach einer Spur und sogar die Mini-Rocker wollten helfen: Stundenlang wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach einem jungen Mann gesucht.

Die Suchaktion hielt Polizei, Hundestaffel und das Deutsches Rotes Kreuz stundenlang in Atem. Um kurz nach 24 Uhr ging nach Polizeiangaben der erste Anruf eines Mannes ein, der sich nach eigenen Angaben nach einem Sturz in einer misslichen Lage befand, starke Schmerzen in Nacken- und Rückenbereich schilderte und selbst nicht genau wusste, wo er sich befand. Mehrere Notrufe folgten, der Rettungsdienst machte sich auf die Suche nach dem Mann, der im Bereich Rauschbart/Haugenstein/Mühlen vermutet wurde.

Darauf kam man aufgrund der sehr dürftigen Angaben des Mannes, der unter anderem berichtet hatte, dass er auf Schienen blicken würde und der Ortung des Handys, die aber nur Aufschluss über einen groben Radius gab. Kurz nach der ersten erfolglosen Suche wurde die Polizei benachrichtigt, die die große Suchaktion in die Wege leitete. In der Zwischenzeit war der Handykontakt abgebrochen, wie sich später herausstellt habe, war der Akku des Handys leer gewesen, so die Polizei.

Eine Hundestaffel, die Mantrailer-Hunde aus Nürtingen, die speziell auf Menschensuche abgerichtet sind, und ein Hubschrauber kamen zum Einsatz, auf dem Rauschbart-Parkplatz richtete das DRK seine Koordinierungs-Zentrale ein.

Eltern hatten ihren Sohn bereits vemisst

Doch auch das Großaufgebot brachte nichts: Der Mann war nicht auffindbar. Erschwert wurde die Suche, besonders für den Hubschrauber, durch die Dunkelheit. Am Sonntagmorgen sollte die Suchaktion nochmals intensiviert werden. Aufgrund der Handynummer konnte die Wohnadresse des 21-Jährigen in einem Horber Stadtteil ausfindig gemacht werden, auch die Eltern hatten ihren Sohn bereits vemisst, allerdings die Polizei noch nicht kontaktiert.

Bürgermeister Peter Rosenberger, der ebenfalls vor Ort war, erklärte schnell sein Einverständnis für den Einsatz der Horber Feuerwehr. »Auch die Mini-Rock-Organisatoren erklärten sich sofort bereit, bei der Suche mitzumachen und alle Security-Leute zur Verfügung zu stellen«, so Peter Rosenberger.

Deren Hilfe wurde aber nicht mehr benötigt. Um 8.45 Uhr kam die Nachricht, dass der 21-Jährige von alleine wieder den Weg nach Hause gefunden habe und nach dem Sturz weitestgehend unverletzt sei, berichtet die Polizei. Wie sich herausstellte, hatte sich der Mann im Gebiet des Industriegebiets auf dem Hohenberg befunden. Zwar sei er unter leichtem Alkoholeinfluss gestanden, aber nicht betrunken gewesen. Man werde prüfen, inwieweit der Mann tatsächlich in einer hilflosen Lage gewesen sei. Ob eventuell Schadensersatzforderungen auf ihn zukommen, ist noch nicht klar. Alle Helfer atmeteten nach der stundenlangen Suche auf.

Von Florian Ganswind

16.08.2009 - aktualisiert am 17.08.2009 08:03

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