19:28NSU-Angeklagter Carsten S. spricht Angehörigen Mitgefühl aus
München - Im NSU-Prozess hat der Angeklagte Carsten S. den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl ausgesprochen. "Ich kann nicht ermessen, was Ihren Angehörigen für unglaubliches Leid, Unrecht angetan wurde", sagte der 33-Jährige vor dem Oberlandesgericht München. Eine Entschuldigung wäre zu wenig. Er wolle Ihnen sein tiefes Mitgefühl ausdrücken. Aufgrund der Aussagen von Carsten S. sucht die Bundesanwaltschaft nach einer möglichen weiteren unentdeckten Tat der Terroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds".
19:22Verfassungsgericht weist Berlusconi ab - vor letztem Mediaset-Urteil
Rom - Italiens Verfassungsgericht hat einen Antrag Silvio Berlusconis zu seinem Mediaset-Prozess verworfen. Berlusconis Verteidiger hatten eine Beschwerde eingereicht, weil die Mailänder Richter in dem Verfahren eine politische Unabkömmlichkeit des damaligen Ministerpräsidenten nicht als Hinderungsgrund anerkannt hatten. Hätte das Verfassungsgericht der Beschwerde stattgegeben, hätten die Richter einer Neuauflage des Mediaset-Prozesses den Weg geebnet. Damit wären Berlusconis Chancen gestiegen, dass ein möglicher Steuerbetrug verjährt.
18:14Obama verkündet in Berlin neue Schritte zur atomaren Abrüstung
Berlin - Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kalten Krieges will US-Präsident Barack Obama der atomaren Abrüstung neuen Schub verleihen. Die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeter könne auch bei einer Reduzierung der Zahl der Atomsprengköpfe um bis zu ein Drittel sichergestellt werden, sagte er in Berlin. Bei seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem Brandenburger Tor beschwor Obama ebenso wie Kanzlerin Angela Merkel die transatlantische Partnerschaft. Der Besuch hatte einen sehr freundschaftlichen Charakter.
18:14Krisen-Gipfel der Koalition in Athen begonnen
Athen - Die Chefs der drei griechischen Koalitionsparteien sind in Athen zusammengekommen, um ihren Streit über die Schließung des staatlichen Fernsehens beizulegen. Finden sie keine Lösung, droht das Regierungsbündnis aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken gut ein Jahr nach den Wahlen in Griechenland zu platzen. Der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras hatte über die ERT-Schließung ohne Zustimmung der Koalitionspartner entschieden, die über sein Vorgehen empört sind.
17:50Finanzierung des Fluthilfe-Fonds steht
Berlin - Der Weg für die Wiederaufbauhilfe in den Hochwassergebieten ist frei. Bund und Länder einigten sich auf die Finanzierung des Fluthilfe-Fonds von bis zu acht Milliarden Euro. Danach müssen die Länder weniger zahlen als bisher geplant, weil der Bund die Kosten seiner Infrastruktur von 1,5 Milliarden Euro allein trägt. "Jetzt können wir die Gelder für die Opfer der Flutkatastrophe schnell bereitstellen", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin. Die Hilfe wird sehnsüchtig erwartet, nach der Flut plagen viele Betroffene Existenzängste.