Essen - Die Bundesländer prüfen nach Worten des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger eine einheitliche "Freigrenze" für den Besitz von Haschisch und Marihuana. In den Ländern sollten nicht unterschiedliche Rechtslagen herrschen, sagte Jäger den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Der Besitz von Cannabisprodukten ist in Deutschland generell verboten. In kleinen Mengen für den Eigenbedarf wird das Rauschgift aber toleriert, der Besitzer geht straffrei aus. Diese Toleranzgrenze ist aber von Bundesland zu Bundesland verschieden.
Stockholm - Erneut Ausschreitungen in Stockholm: In Vororten der schwedischen Hauptstadt wurden vergangene Nacht zahlreiche Fahrzeuge in Brand gesetzt. Auch in Gebäuden wurde Feuer gelegt, mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Seit Sonntag hat es jede Nacht Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und teilweise maskierten Jugendlichen gegeben. Hintergrund soll der Tod eines 69-Jährigen sein, den die Polizei - nach offiziellen Angaben in Selbstverteidigung - erschossen hatte.
Washington - Im US-Bundesstaat Washington ist die Brücke einer viel befahrenen Fernstraße eingestürzt. Mehrere Fahrzeuge fielen in einen Fluss. Lokale Medien berichteten, Retter mit Booten versuchten, den Menschen in ihren Autos im Wasser zu helfen. Der nördlichste Teil der Brücke zwischen Burlington und Mount Vernon sei aus noch unbekannter Ursache am Abend zusammengebrochen. Auf beiden Seiten des Flusses hätten sich Schaulustige eingefunden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Die Interstate 5 verbindet Seattle mit Vancouver in Kanada.
London - Die britische Polizei arbeitet fieberhaft an der Aufklärung der Hintergründe der schockierenden mutmaßlichen Terrorattacke auf einen Soldaten in London. Dies seien große und komplexe Ermittlungen, die sich schnell verändern können, hieß es von Scotland Yard. Am Abend wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen, ein Mann und eine Frau, beide 29 Jahre alt. Sie wurden von der Polizei verhört. Mehrere Wohnungen wurden durchsucht. Die beiden Hauptverdächtigen liegen scharf bewacht weiter im Krankenhaus. Sie sollen Verbindungen nach Nigeria haben und waren der Polizei bekannt.
Köln - Fünf Monate nach dem qualvollen Tod der zweijährigen Lea Sofie fällt heute in Köln das Urteil gegen die Mutter des Kindes und ihren Ex-Lebensgefährten. Der 23-Jährige muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht verantworten. Der 20-jährigen Mutter wird Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich für den 23-Jährigen gefordert. Das Kind sei im Dezember an seinem ungezügelten Gewaltexzess gestorben. Für die Mutter verlangte die Anklage siebeneinhalb Jahre Haft.
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