Tokio - Die Börse in Tokio hat heute uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss einen Verlust von 25,84 Punkten oder 0,2 Prozent und ging mit 13 007,28 Punkten aus dem Handel.
Istanbul - Die vergangene Nacht in Istanbul vergleichsweise ruhig verlaufen: Schon bei Einbruch der Dunkelheit hatten nur noch einige Dutzend vorwiegend junge Menschen am Rande des Taksim-Platzes friedlich demonstriert. Polizisten hatten Gasmasken und Helme abgesetzt und bildeten keine Blockadereihen mehr. Andernorts in Istanbul habe die Polizei aber wieder Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt. Aus der Hauptstadt Ankara wurden wieder Zusammenstöße gemeldet. Gestern hatte die türkische Regierung erstmals mit einem Einsatz der Armee gegen die Protestbewegung gedroht.
Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat sich heute in der afghanischen Hauptstadt Kabul in die Luft gesprengt und dabei mindestens drei Zivilisten mit in den Tod gerissen. Laut Polizei gab es bei dem Anschlag auf den Autokonvoi eines Abgeordneten auch mehrere Verletzte. Der Abgeordnete sei bei dem Anschlag nahe dem Büro der afghanischen Menschenrechtskommission unverletzt geblieben. Die afghanischen Sicherheitskräfte sollten heute von den Nato-geführten Truppen die Verantwortung für die Sicherheit im Land übernehmen.
Bad Hersfeld - Einige Bücher oder CDs von Amazon könnten heute später ankommen, denn die Mitarbeiter des Internet-Versandhändlers streiken heute in Bad Hersfeld und Leipzig weiter. Gestern hatten laut Verdi mehr als 1000 Mitarbeiter gestreikt, Amazon sprach von weniger als 750. Es ist der erste zweitägige Streik, mit dem Verdi den Druck auf Amazon erhöhen will. Verdi kämpft für einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels mit höheren Löhnen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Berlin - Kurz bevor US-Präsident Barack Obama in Berlin ankommt, hat Außenminister Guido Westerwelle die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen hervorgehoben. Die Freundschaft beider Länder sei eine wichtige Konstante in einer sich rasant verändernden Welt, sagte Westerwelle der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Partnerschaft mit Amerika sei für Deutsche und Europäer unverzichtbar, um gemeinsam Frieden, Sicherheit und Wohlstand in Zeiten der Globalisierung zu wahren. Obama wird heute Abend in Berlin erwartet und hält morgen eine Rede am Brandenburger Tor.
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