09:06RWE-Chef kritisiert Merkel: Nur Machterhalt im Sinn
Berlin - Der scheidende RWE-Chef Jürgen Großmann hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, allein am Erhalt ihrer Macht interessiert zu sein. Beim Atomausstieg habe sie "nicht politisch geführt", sondern die Entscheidung an eine Ethikkommission wegdelegiert, sagte Großmann den Zeitungen der "WAZ"-Gruppe. Wenn man führen wolle, müsse man Überzeugungen haben. Wenn die eigene Überzeugung nur Machterhaltung sei, reiche das nicht als Wahlprogramm, das merke die Bevölkerung. Der Chef des Energiekonzerns nannte Merkel deshalb eine "Macht-Mechanikerin".
08:50Umfrage: Deutsche Unternehmen sehen Eurokrise gelassen
München - Erstaunlich gelassen betrachten deutsche Unternehmen laut einer Studie eine drohende Eskalation der Eurokrise. Obwohl fast vier von fünf Firmen damit rechnen, dass der Krisen-Höhepunkt erst noch bevorsteht, erkennen nur zwölf Prozent einen hohen Einfluss auf die eigenen Geschäfte. Das ergab eine Befragung der Unternehmensberatung Roland Berger, die der dpa vorliegt. Einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone halten fast zwei Drittel für sinnvoll, einen Zerfall der ganzen Währungsunion als Folge befürchten jedoch lediglich 14 Prozent.
08:48Chinesischer Bürgerrechtler offenbar kurz vor der Ausreise
Peking - Der blinde chinesische Bürgerrechtler Chen Guangcheng und seine Familie sollen China möglicherweise noch heute verlassen. Das berichtet die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation ChinaAid nach einem Telefonat mit dem 40-Jährigen in Peking. Sie seien auf dem Weg zum Flughafen, heißt es. Überraschend seien Chen Guangcheng und seine Familie im Krankenhaus zuvor aufgefordert worden, ihre Sachen zu packen und sich darauf vorzubereiten, noch am selben Tag in die USA auszufliegen. Allerdings hätten sie ihre beantragten Reisepässe noch nicht erhalten.
08:07G8-Führer sprachen über Iran und Syrien
Camp David - Die Staats - und Regierungschefs der G8-Staaten haben zum Auftakt ihres Gipfels im amerikanischen Camp David über den Iran und Syrien gesprochen. Bei einem Abendessen habe Einigkeit darüber geherrscht, im Atomstreit mit dem Iran den Druck auf das Regime in Teheran weiter aufrecht zu erhalten. In der Syrienkrise hätten alle Beteiligten die Notwendigkeit des politischen Wandels betont, hieß es weiter. Hauptthemen sind die Eurokrise und die Weltwirtschaft. US-Präsident Barack Obama will mehr Wachstumsimpulse, Kanzlerin Angela Merkel beharrt auf Konsolidierung der Haushalte.
New York - Holpriges Börsendebüt von Facebook: Offenbar nur dank massiver Stützungskäufe durch die beteiligten Banken fielen die Aktien nicht unter den Ausgabekurs von 38 Dollar. Am Ende eines nervenaufreibenden Handels schloss die Aktie lediglich 23 Cent höher. Der glanzlose Handelsauftakt von Facebook belastete den ganzen Aktienmarkt, besonders aber andere Internetfirmen. Selbst der seit acht Jahren börsennotierte Internetriese Google konnte sich dem Negativtrend nicht entziehen und verlor 3 Prozent.