Washington - Im Verfahren gegen den Terrorverdächtigen von Boston benötigt die US-Staatsanwaltschaft anscheinend mehr Zeit für die formelle Anklageerhebung. Die gesetzlich festgelegte Frist von maximal 30 Tagen nach der Verhaftung könne bei Dschochar Zarnajew nicht eingehalten werden, berichtete der TV-Sender Fox News. Die Behörde hätten keine detaillierten Gründe für ihre Bitte um Aufschub genannt - sie soll aber vor allem mit der geringen Vernehmungsfähigkeit des Beschuldigten zusammenhängen. Der 19-Jährige liegt seit seiner Verhaftung im Krankenhaus.
Berlin - Das neue Sparkassen-Girokonto für Bürger in finanziellen Schwierigkeiten stößt auf großes Interesse. Seit dem Start im vergangenen Oktober wurden bereits rund 80 000 dieser "Bürgerkonten", die ausschließlich auf Guthabenbasis funktionieren, eingerichtet. Das geht nach Informationen der "Süddeutsche Zeitung" aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der SPD hervor. Das Guthaben-Konto ermöglicht etwa Überweisungen und Zahlungen mit EC-Karte - also Vorgänge, ohne die der Alltag heutzutage praktisch nicht zu bestreiten ist.
Rom - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Rom von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen worden. Bei dem gut 45-minütigen Treffen der protestantischen Kanzlerin mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche standen Glaubensfragen, die Globalisierung und die Rolle Europas in der Welt im Zentrum. Die Regulierung der Finanzmärkte sei dabei ein zentrales Ziel, sagte Merkel nach dem Gespräch mit dem Papst. Der Papst hatte vor kurzem die "Tyrannei" der Märkte verurteilt und ethisch ausgerichtete Finanzreformen mit mehr Hilfe für die Armen verlangt. Geld solle dienen und nicht regieren.
Cannes - Erst ein spektakulärer Juwelendiebstahl, dann Schüsse: Die Filmfestspiele in südfranzösischen Cannes werden zum einem echten Krimi-Tatort. Ein 42-jähriger Mann löste gestern Abend während einer live übertragenen TV-Show mit zwei Schüssen aus einer Schreckschusspistole eine Panik aus. Die Open-Air-Fernsehbühne am Prachtboulevard Croisette wurde evakuiert; viele Gäste flohen, darunter auch Jurymitglied Christoph Waltz. Erst nach der Festnahme des Mannes konnte Entwarnung gegeben werden. Er leidet nach ersten Ermittlungen der Behörden unter psychischen Problemen.
Bagdad - Nach der blutigen Terrorwelle ist die Lage im Irak angespannt. Extremisten töteten heute zehn Menschen. Bei einem Gefecht zwischen der Polizei und Kämpfern eines sunnitischen Stammes in der westlichen Anbar-Provinz wurden zudem zwei Kämpfer getötet. Parlamentspräsident Osama al-Nudschaifi forderte die Regierung auf, Schwachstellen im Sicherheitsapparat zu identifizieren. Der Leiter der UN-Mission im Irak, Martin Kobler, appellierte an die Politiker der schiitischen und sunnitischen Parteien, das Blutvergießen zu beenden und die Bürger zu schützen.
Ein Modelabel nur für Schlanke? Der Chef von Abercrombie&Fitch hat erklärt, dass es in seinen Läden keine Kleidung für dicke Frauen gibt! Ist das diskriminierend?
