Berlin - Verteidigungsminister Thomas de Maizière gerät nach dem Scheitern des Drohnenprojekts "Euro Hawk" weiter unter Zugzwang. Die FDP fordert, die deutsche Beteiligung am Nato-Aufklärungssystem AGS auszusetzen, bis die Zulassung der beteiligten Drohnen für den europäischen Luftraum geklärt ist. "Ansonsten droht eine weitere Fehlinvestition in Millionenhöhe", warnte Verteidigungsexpertin Elke Hoff. De Maizière hatte das Projekt, das bereits mehr als eine halbe Milliarde Euro gekostet hat, vorige Woche gestoppt. Die Opposition verlangt detailliert Aufklärung, warum das nicht früher geschah.
Frankfurt - Die klassische Lotto-Ziehung am späten Samstagabend live im "Ersten" wird es bald so nicht mehr geben. Die Sendung werde ab Juli "moderner, kompakter und vor 20.00 Uhr zu einer festen Sendezeit ausgestrahlt", sagte der Sprecher des Hessischen Rundfunks, Tobias Häuser, und bestätigte einen Bericht der "Welt am Sonntag". Noch sei nicht entschieden, ob die Ziehung weiterhin live zu sehen sein werde. "Lotto-Fee" Franziska Reichenbacher bleibe den Zuschauern aber als Moderatorin erhalten, sagte Häuser.
Bamberg - Der frühere Chef des Karl-May-Verlags, Lothar Schmid, ist tot. Der Bamberger Verleger sei bereits am Samstag gestorben - wenige Tage nach seinem 85. Geburtstag, teilte sein Sohn Bernhard auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Schmid, der sich zugleich als internationaler Schachgroßmeister einen Namen gemacht hat, hatte den 100 Jahre alten Karl-May-Verlag seit dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2007 geleitet - zunächst mit seinen Brüdern Joachim und Roland, von 2003 an alleine, später zusammen mit seinem Sohn Bernhard.
Washington - Eine Serie schwerer Tornados hat im Mittleren Westen der USA mindestens einen Menschen in den Tod gerissen. Über 20 Menschen wurden nach Medienberichten verletzt. Die Unwetterfront raste am Sonntagabend über die Bundesstaaten Oklahoma, Kansas sowie Iowa und Illinois. Innerhalb von Minuten wurden Hausdächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und Autos umgestürzt. Meteorologen wollen noch keine Entwarnung geben: Auch in den nächsten Tagen könnten Stürme folgen.
Istanbul - Dramatisches Unglück in der Türkei: Beim Absturz eines Heißluftballons sind zwei Touristinnen aus Brasilien ums Leben gekommen. Außerdem wurden 23 Menschen verletzt, nachdem der Ballon über den Felsenlandschaften Kappadokiens mit dem Korb eines zweiten Ballons zusammengeprallt war. Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Bei der Kollision war die Hülle aufgerissen. Der Ballon stürzte aus etwa 300 Metern Höhe zu Boden. An Bord seien Urlauber aus Spanien, Brasilien und Argentinien gewesen. Kappadokien zählt zum Unesco-Weltkulturerbe.
Ein Modelabel nur für Schlanke? Der Chef von Abercrombie&Fitch hat erklärt, dass es in seinen Läden keine Kleidung für dicke Frauen gibt! Ist das diskriminierend?
