Sonntag, 19.10.2008. Um 9:00 Uhr morgens fiel der Startschuss für den 5. TUI Marathon in Palma de Mallorca. Da stand ich mit ca. 6.500 weitern Laufgierigen bei 22 Grad und freute mich darauf meinen Körper mal wieder so richtig zu quälen. Allerdings habe ich mich nur für den Halbmarathon angemeldet. 21 Kilometer sind ja auch eine ganz ordentliche Distanz. Schon letztes Jahr bin ich in Palma gelaufen. Da aber mit einer wesentlich besseren und intesiveren Vorbereitung als in diesem Jahr. Aber was soll´s, dachte ich mir, wird schon irgendwie gehen.

Die Streke ist toll. Der Start direkt unterhalb der großen Kathdrale la Seu und dann die ersten 11 Kilometer topfeben an der Uferpromenade und dem Yachthafen entlang. Vorbei an schicken Hotels wo einem die Touris von den Balkonen und Terassen zujubeln. Nach ca. 4 Kilometern kommt der U-Turn und es geht auf der anderen Seite der 3-spurigen Straße zurück zum Ausgangspunkt. Bis hierher ging es eigentlich echt ganz gut, aber in der Zwischenzeit stieg die Temperatur auf etwa 25 Grad und von jetzt auf gleich hatte ich das Gefühl ich hab Blei in den Schuhen. Für einen Moment habe ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Einfach zu sagen, nee, das tu ich mir nicht an. Doch diese bittere Niederlage wollte ich dann doch nicht einstecken, also habe ich weiter gemacht, aber ich hab einen Gang runtergeschaltet, bin zwischendurch mal nur “spazieren” gelaufen und hab mich dann so von Versorgungsstation zu Versorgungsstation durchgehangelt. In der zweiten Hälfte des Laufs wird man dann durch die engen Strassen und Gassen der Altstadt von Plama geschleust. Das hat Vor- und Nachteile: zum einen hat man durch die Häuserschluchten immer ein bisschen Schatten, es ist also nicht mehr ganz so heiß wie auf der Promenade wo man von Anfang an gegrillt wird, es ist aber auch wesentlich enger. Wenn da also das Hauptfeld durchrennt, kann es schon mal zu einem kleinen Stau kommen. Aber da war ich ja nicht davon betroffen. Ausserdem ist die Altstadt etwas hügeliger, soll heißen, dass es ständig rauf und runter geht. Sind zwar keine Supersteigungen, aber wenn man mal 15 Kilometer hinter sich hat, ist jede noch so geringe Steigung anstrengend.

Wie auch immer, ich habe die 21 Kilometer absolviert. War keine Glanzleistung, aber ich hab´s geschafft. 2:39:21 Stunden habe ich gebraucht (Vergleich 2008: 2:04:03). Wie eingangs erwähnt war mein diesjähriges Training aber so gut wie nicht vorhanden und dieser Lauf hat mir deutlich gezeigt, dass es ohne Vorbereitung einfach nicht geht. Also hab ich mir fest vorgenommen wieder disziplinierter zu sein, regelmäßiger die Schuhe zu schnüren, meine Kondition wieder auf Vordermann zu bringen und hier wieder meine Runden durch den schönen Schwarzwald zu drehen. Schließlich rückt auch der 2. Oberndorfer Lauftag näher und da möchte ich 2009 wirklich fit sein.
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