Mai 14

halbmarathon_main.jpgOberndorf - Mehr als 600 Läufer und unzählige Zuschauer feierten am Sonntag beim Neckartal Halbmarathon ein sonniges und ausgesprochen fröhliches Sportfest. Und auch die Organisatoren des Turnvereins und von der Stadt waren sehr zufrieden, hörten sie doch viel Lob.

»Das war ein wirklich schönes, aber auch sehr anstrengendes und heißes Erlebnis«, konstatierte zum Beispiel Ina Wagner, Chefärztin der Anästhesie am Oberndorfer Krankenhaus, strahlend, nachdem sie gemeinsam mit Bürgermeister Hermann Acker das Ziel der Halbmarathon-Strecke passiert hatte.

»Bei der Hitze waren die letzten drei Kilometer eine Qual «

Und auch der stark sehbehinderte Matthias Maier streckte beim Zieleinlauf des Jedermannslaufs seinen Arm jubelnd in die Höhe, wo ihn sein Fanclub von der Stiftung St. Franziskus begeistert empfing. »Eigentlich war unser Ziel, die zehn Kilometer unter einer Stunde zu schaffen. Bis zur Hälfte lagen wir auch im Plan. Bei der Hitze waren aber die letzten drei Kilometer doch eine Qual, so dass wir unser Ziel nicht ganz erreichten. Matthias ist aber insgesamt zufrieden mit seinem Lauf«, erklärte Volker Guhl, der Maier begleitete und, wenn nötig, auch am Ellenbogen führte.

Die Hitze war es dann auch, die viele Läufer doch etwas schlauchte. »Trotzdem hat es wieder unheimlich viel Spaß gemacht, hier auf dieser landschaftlich schönen Strecke zu laufen«, meinte Manuela Kimmi und traf damit die Meinung der meisten Teilnehmer. So wurden die Läufer wieder von zahlreichen Zuschauern angefeuert. Dass in Aistaig die Musikkapelle zufällig wegen der Konfirmation aufspielte, wurde mit Beifall registriert. »Es wäre schön, wenn auch noch an anderen Streckenteilen Bands oder Kapellen spielen würden. Das baut einen gerade dann wieder auf, wenn man etwas an einem Tiefpunkt angelangt ist«, meinte ein Läufer.

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Viel Lob gab es für die Getränkeversorgung an der Strecke. »Selbst Privatleute haben einem Wasser gereicht und einen damit erfrischt.« Gut funktionierte auch die professionelle Zeitmessung, die dafür sorgte, dass die Teilnehmer unmittelbar nach Zieleinlauf ihre Zeiten aus den stetig aktualisierten Ergebnislisten erfuhren. Alle Hände voll zu tun hatte die Mannschaft der vier Gastropower-Wirte, die unter anderem durch den Schäferhundeverein und andere Vereine tatkräftig unterstützt wurde, um dem Ansturm der hungrigen und vor allem durstigen Läufer und Zuschauer Herr zu werden.

Von Peter Wolf

Okt 31

Eine kleine nette Nebengeschichte hab ich noch aus Malle. Schon am Start fiel mir ein braungebrannter Typ auf, der nichts weiter anhatte, als eine Slip-Boxer, sein Startnümmerchen um die Hüfte geschnürt und Bikerboots. “Hoppla”, dachte ich mir, “was ist das denn für ein Vogel?” Doch in dem Getümmel und den Wirren der Startaufstellung war er dann auch schon wieder weg.
Doch irgendwo auf der Strecke hatte ich ihn dann plötzlich wieder vor mir.  Eisern lief er seinen Weg in diesen mehr als unbequemen Stiefeln. Er wurde langsamer und schließlich legte er einen etwas gemütlicheren Schritt ein, so dass ich relativ schnell zu ihm aufschließen konnte. Ich trat also neben ihn und hab mein Tempo dem seinen angepasst: “Solidarität”, war meine Begrüßung und Manfred freute sich mit mir ein paar Worte zu wechseln. (Ich wusste, dass er Manfred heißt, denn die Vornamen waren mit auf die Startnummer gedruckt, so dass jeder Läufer sofort persönlich angesprochen werden konnte und nicht nur eine Nummer war.) So fragte ich ihn, was für ein Ding er denn hier durchzieht und meine Vermutung bestätigte sich: es ging um eine Wette.
“Hast du eine Wette verloren, oder gewinnst du gerade eine?” fragte ich.
Manfred: “Wenn ich es schaffe in dieser Montur innerhalb von 6 Stunden den Marathon zu laufen, hab ich die Wette gewonnen.”
“Der Gewinn?”
“Ein großes Fest und 60 Liter Bier. Also das Fest wird so oder so gemacht, das ist schon organisiert.”
“Und wie sieht es aus? Was sagen deine Füße?” fragte ich ihn. (Wohlgemerkt, wir waren ungefähr bei km 15.)
“Eine Blase hab ich schon, rechts hinten.”
“Na dann mal noch alles Gute.”
Und just in diesem Moment kamen wir an meinen Mitreisenden vorbei, die mit der Kamera da standen und uns ein paar nette Erinnerungsfotos gemacht haben.

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Ich weiß nun nicht genau, ob Manfred seinen Marathon erfolgreich beendet hat. In der Finisher-Liste ist er leider ohne Zielzeit aufgeführt. Kann also sein, dass er dann doch irgendwann aufgegeben hat oder aufgeben musste. Schade, aber dennoch, Hut ab vor der Leistung und irgendwie witzig, dass es immer wieder Leute gibt, die sich auf so verrückte Sachen einlassen. Ich hatte Manfred noch nach seiner Email-Adresse gefragt und werde mal versuchen Kontakt zu ihm aufzunehmen. Vielleicht verrät er mir ja, wie die Sache tatsächlich ausging.

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Okt 31

Sonntag, 19.10.2008. Um 9:00 Uhr morgens fiel der Startschuss für den 5. TUI Marathon in Palma de Mallorca. Da stand ich mit ca. 6.500 weitern Laufgierigen bei 22 Grad und freute mich darauf meinen Körper mal wieder so richtig zu quälen. Allerdings habe ich mich nur für den Halbmarathon angemeldet. 21 Kilometer sind ja auch eine ganz ordentliche Distanz. Schon letztes Jahr bin ich in Palma gelaufen. Da aber mit einer wesentlich besseren und intesiveren Vorbereitung als in diesem Jahr. Aber was soll´s, dachte ich mir, wird schon irgendwie gehen.

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Die Streke ist toll. Der Start direkt unterhalb der großen Kathdrale la Seu und dann die ersten 11 Kilometer topfeben an der Uferpromenade und dem Yachthafen entlang. Vorbei an schicken Hotels wo einem die Touris von den Balkonen und Terassen zujubeln. Nach ca. 4 Kilometern kommt der U-Turn und es geht auf der anderen Seite der 3-spurigen Straße zurück zum Ausgangspunkt. Bis hierher ging es eigentlich echt ganz gut, aber in der Zwischenzeit stieg die Temperatur auf etwa 25 Grad und von jetzt auf gleich hatte ich das Gefühl ich hab Blei in den Schuhen. Für einen Moment habe ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Einfach zu sagen, nee, das tu ich mir nicht an. Doch diese bittere Niederlage wollte ich dann doch nicht einstecken, also habe ich weiter gemacht, aber ich hab einen Gang runtergeschaltet, bin zwischendurch mal nur “spazieren” gelaufen und hab mich dann so von Versorgungsstation zu Versorgungsstation durchgehangelt. In der zweiten Hälfte des Laufs wird man dann durch die engen Strassen und Gassen der Altstadt von Plama geschleust. Das hat Vor- und Nachteile: zum einen hat man durch die Häuserschluchten immer ein bisschen Schatten, es ist also nicht mehr ganz so heiß wie auf der Promenade wo man von Anfang an gegrillt wird, es ist aber auch wesentlich enger. Wenn da also das Hauptfeld durchrennt, kann es schon mal zu einem kleinen Stau kommen. Aber da war ich ja nicht davon betroffen. Ausserdem ist die Altstadt etwas hügeliger, soll heißen, dass es ständig rauf und runter geht. Sind zwar keine Supersteigungen, aber wenn man mal 15 Kilometer hinter sich hat, ist jede noch so geringe Steigung anstrengend.

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Wie auch immer, ich habe die 21 Kilometer absolviert. War keine Glanzleistung, aber ich hab´s  geschafft. 2:39:21 Stunden habe ich gebraucht (Vergleich 2008: 2:04:03). Wie eingangs erwähnt war mein diesjähriges Training aber so gut wie nicht vorhanden und dieser Lauf hat mir deutlich gezeigt, dass es ohne Vorbereitung einfach nicht geht. Also hab ich mir fest vorgenommen wieder disziplinierter zu sein, regelmäßiger die Schuhe zu schnüren, meine Kondition wieder auf Vordermann zu bringen und hier wieder meine Runden durch den schönen Schwarzwald zu drehen. Schließlich rückt auch der 2. Oberndorfer Lauftag näher und da möchte ich 2009 wirklich fit sein.

Mai 05

Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zu wenig Sicherheitsnadeln, dafür aber super Wetter; und natürlich die Lauftreffis des Schwarzwälder Bote ganz vorn mit dabei ;-) - das war der 1. Oberndorfer Lauftag!

Download

Übrigens und in eigener Sache: Das neue Videoportal von schwarzwaelder-bote.de ist fertig. Unter schwarzwaelder-bote.de/video gibt’s ab sofort alle Videonews aus der Region

Mai 05

1. Oberndorfer Lauftag / Schülerlauf

1. Oberndorfer Lauftag / Teil 1

1. Oberndorfer Lauftag / Teil 2

1. Oberndorfer Lauftag / Teil 3

Apr 17

Begnadete Schriftsteller, das weiß man nicht erst seit Hemingway und Bukowski, sind größenwahnsinnige Trunkenbolde und fröhnen der Vielweiberei. Damit kokettieren sie auch noch frech in ihren Büchern. Schlimmer als Schriftsteller sind eigentlich nur Journalisten. Aber es gibt Ausnahmen - zumindest bei den Schriftstellern. Zum Beispiel den japanischen Besteller-Autor Haruki Murakami.

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Murakami beim Laufen.

Wer Murakami liest, stürzt sich in die Fieberträume von Durchschnittstypen. Die Helden in seinen Romanen („Wilde Schafsjagd“, „Mister Aufziehvogel“) bewegen sich oft zwischen Realität und geheimnisvollem Paralleluniversum, auf Meta-Ebenen mit doppeltem Boden.

„Das meiste über mich selbst und über das Schreiben habe ich durch mein tägliches Lauftraining gelernt“, erzählt der 60-Jährige in „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“. Das schmale Buch ist laut dem Verfasser eine „Lebenserinnerung“.

Nicht mehr und nicht weniger, denn: „Persönliche Geschichte klingt, finde ich, zu großartig, es eine Essay-Sammlung zu nennen, ist wiederum zu hoch gegriffen.“ Er habe mit dem Niederschreiben seiner Erfahrungen als Marathon-Läufer lediglich seine Gedanken ordnen und nebenbei herausfinden wollen, was die letzten 25 Jahre für ihn „als Mensch und als Schriftsteller“ bedeutet haben.

So lange läuft und schreibt Murakami nämlich schon. Beides mit Erfolg: Seine Bücher haben sich millionenfach verkauft, und bei jedem seiner Langstreckenläufe hat er bislang das Ziel erreicht.

Dabei begann seine Karriere sehr spät und sehr plötzlich: Genau gesagt war das „am 1. April 1978, gegen halb zwei nachmittags bei einem Baseballspiel“. Zu dieser Stunde habe ihn wie ein Donnerknall das Verlangen ergriffen, einen Roman zu schreiben. Und kurz darauf fasste er dann den Entschluss, mit dem Laufen anzufangen.

Sein bisheriges Dasein als Betreiber eines beliebten Jazz-Clubs in Tokyo ließ er hinter sich. Als Gastronom ein kettenrauchender Nachtmensch, widmete er sich dem Sport vor allem aus einem Grund: um seine körperliche Kondition zu erhalten und beständig Romane schreiben zu können.

So irrwitzig seine Geschichten auch sind: Wenn der kleine Mann aus Kobe übers Laufen redet, dann redet er unaufdringlich, bescheiden und selbstironisch. Er beschreibt und analysiert seinen eigenen Fitness-Wahn, es geht ihm ums sich-selbst-verstehen.

Damit erübrigt sich die Frage, ob das Buch überhaupt lesenswert ist, wenn man vorher noch nie in einem Roman Murakamis geblättert hat – oder aber seine gesammelten Werke auswendig kennt, jedoch noch nie auch bloß zum Joggen vor die Türe getreten ist.

Denn zum einen schildert er seine Begeisterung für das Laufen, ohne den Bewegungsfaulen ein schlechtes Gewissen einzuhämmern. Zum anderen machen die „Lebenserinnerungen“ neugierig: Wie schreibt denn einer, der sich seine Inspiration beim Langstreckenlauf holt?

Auch wenn er viel Wert auf Gesundheit legt - so weit weicht Murakami gar nicht vom Autoren-Klischee ab. Bei seinem ersten Marathon beschleicht ihn nämlich schnell ein großes Verlangen: „Ich laufe und laufe, immer weiter (…) und fange an, von einem eiskalten Bier zu träumen“. Eben doch ein begnadeter Schriftsteller.

Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Dumont, Februar 2008
164 Seiten
16,90 Euro

schwarzwaelder-bote.de verlost drei Exemplare von Haruki Murakamis neustem Werk.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, reicht es folgende Frage zu beantworten:

Murakami erwähnt in seinem Buch ein Fugu. Wobei handelt es sich dabei?

Die Antwort bitte per Mail an redaktion@dig.de. Viel Erfolg!

Feb 22

Der erste Lauftag in Oberndorf mit Halbmarathon und Zehn-Kilometer- Jedermannslauf am 4. Mai rückt näher, einige Laufgruppen haben das gezielte Training dafür schon aufgenommen. Dabei wird auch ein Schwarzwälder-Bote-Team an den Start gehen.

Dieses Team soll sich zu gleichen Teilen aus laufbegeisterten Lesern und Schwarzwälder-Bote-Mitarbeitern zusammensetzen. Alle Teammitglieder werden mit einem Team-Laufshirt ausgestattet, außerdem werden natürlich auch die Startgebühren übernommen.

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Darüber hinaus kann jeder Leser, der etwas für sich und seine Gesundheit tun will, in der »schwarzwaelder-bote.de- Laufgruppe« mittrainieren und sich für den Lauftag fit machen. Diese Laufgruppe startet am Mittwoch, 27. Februar, mit dem regelmäßigen Training. Treffpunkt ist um 17 Uhr möglichst gleich in Laufkleidung bei der Neckarhalle Oberndorf.

Leser, die im Schwarzwälder- Bote-Team entweder den Halbmarathon (rund 21 Kilometer) oder den Jedermannslauf über zehn Kilometer mitlaufen wollen, können sich bis 12. März per E-Mail an redaktionoberndorf@schwar zwaelder-bote.de oder per Post bei der Lokalredaktion Oberndorf, Schwarzwälder Bote, Kirchtorstraße 14, 78727 Oberndorf, bewerben. 15 Leser werden unter den Bewerbern ausgelost.

Feb 13