Apr 17

Begnadete Schriftsteller, das weiß man nicht erst seit Hemingway und Bukowski, sind größenwahnsinnige Trunkenbolde und fröhnen der Vielweiberei. Damit kokettieren sie auch noch frech in ihren Büchern. Schlimmer als Schriftsteller sind eigentlich nur Journalisten. Aber es gibt Ausnahmen - zumindest bei den Schriftstellern. Zum Beispiel den japanischen Besteller-Autor Haruki Murakami.

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Murakami beim Laufen.

Wer Murakami liest, stürzt sich in die Fieberträume von Durchschnittstypen. Die Helden in seinen Romanen („Wilde Schafsjagd“, „Mister Aufziehvogel“) bewegen sich oft zwischen Realität und geheimnisvollem Paralleluniversum, auf Meta-Ebenen mit doppeltem Boden.

„Das meiste über mich selbst und über das Schreiben habe ich durch mein tägliches Lauftraining gelernt“, erzählt der 60-Jährige in „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“. Das schmale Buch ist laut dem Verfasser eine „Lebenserinnerung“.

Nicht mehr und nicht weniger, denn: „Persönliche Geschichte klingt, finde ich, zu großartig, es eine Essay-Sammlung zu nennen, ist wiederum zu hoch gegriffen.“ Er habe mit dem Niederschreiben seiner Erfahrungen als Marathon-Läufer lediglich seine Gedanken ordnen und nebenbei herausfinden wollen, was die letzten 25 Jahre für ihn „als Mensch und als Schriftsteller“ bedeutet haben.

So lange läuft und schreibt Murakami nämlich schon. Beides mit Erfolg: Seine Bücher haben sich millionenfach verkauft, und bei jedem seiner Langstreckenläufe hat er bislang das Ziel erreicht.

Dabei begann seine Karriere sehr spät und sehr plötzlich: Genau gesagt war das „am 1. April 1978, gegen halb zwei nachmittags bei einem Baseballspiel“. Zu dieser Stunde habe ihn wie ein Donnerknall das Verlangen ergriffen, einen Roman zu schreiben. Und kurz darauf fasste er dann den Entschluss, mit dem Laufen anzufangen.

Sein bisheriges Dasein als Betreiber eines beliebten Jazz-Clubs in Tokyo ließ er hinter sich. Als Gastronom ein kettenrauchender Nachtmensch, widmete er sich dem Sport vor allem aus einem Grund: um seine körperliche Kondition zu erhalten und beständig Romane schreiben zu können.

So irrwitzig seine Geschichten auch sind: Wenn der kleine Mann aus Kobe übers Laufen redet, dann redet er unaufdringlich, bescheiden und selbstironisch. Er beschreibt und analysiert seinen eigenen Fitness-Wahn, es geht ihm ums sich-selbst-verstehen.

Damit erübrigt sich die Frage, ob das Buch überhaupt lesenswert ist, wenn man vorher noch nie in einem Roman Murakamis geblättert hat – oder aber seine gesammelten Werke auswendig kennt, jedoch noch nie auch bloß zum Joggen vor die Türe getreten ist.

Denn zum einen schildert er seine Begeisterung für das Laufen, ohne den Bewegungsfaulen ein schlechtes Gewissen einzuhämmern. Zum anderen machen die „Lebenserinnerungen“ neugierig: Wie schreibt denn einer, der sich seine Inspiration beim Langstreckenlauf holt?

Auch wenn er viel Wert auf Gesundheit legt - so weit weicht Murakami gar nicht vom Autoren-Klischee ab. Bei seinem ersten Marathon beschleicht ihn nämlich schnell ein großes Verlangen: „Ich laufe und laufe, immer weiter (…) und fange an, von einem eiskalten Bier zu träumen“. Eben doch ein begnadeter Schriftsteller.

Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Dumont, Februar 2008
164 Seiten
16,90 Euro

schwarzwaelder-bote.de verlost drei Exemplare von Haruki Murakamis neustem Werk.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, reicht es folgende Frage zu beantworten:

Murakami erwähnt in seinem Buch ein Fugu. Wobei handelt es sich dabei?

Die Antwort bitte per Mail an redaktion@dig.de. Viel Erfolg!

Apr 10

Von dieser Stelle aus noch kurz ein ganz großes Lob an alle, die gestern mitgerannt sind. Den ganzen Tag habe ich beobachtet, wie sich das Wetter NICHT geändert hat. Es hat schon am Morgen geregnet. Es hat am Mittag geregnet. Am Nachmittag und auch frühen Abend. Dennoch, der Termin für den Scherzwälder Bote Lauftreff steht, egal was vom Himmel kommt.

So bin ich pünktlich um 18.00 Uhr am Treffpunkt gewesen. Dachte eigentlich nicht, dass ich viele Mitläufer haben würde, doch ich hab mich gründlich getäuscht. Mit 17 Teilnehmern hatten wir gestern sogar unsere Höchstzahl erreicht.
So langsam glaube ich ja, je schlechter das Wetter, um so mehr Leute kommen…

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Und so drehten wir auch gestern unsere Runde. Eisern, diszipliniert, dem Regen zum Trotz.
Doch man muss natürlich auch sehen, dass die Vorbereitungszeit kürzer wird und man jeden Termin nutzen sollte der sich einem bietet. Es sind noch 3 1/2 Wochen bis zum Lauftag!

Ich hab mich jedenfalls wieder riesig über euer Kommen gefreut und entschuldige mich jetzt schon für mein Fehlen nächste Woche. Aber ich werde eine Vertretung schicken.

In diesem Sinne, keep on running
Euer Kai

Apr 10

Mehr als 20 Leser werden am 4. Mai beim Oberndorfer Halbmarathon in der Mannschaft an den Start gehen

Oberndorf. Der erste Oberndorfer Lauftag mit einem Halbmarathon als Höhepunkt rückt näher. Am 4. Mai wird dann auch ein goßes Schwarzwälder-Bote-Laufteam mit rund 30 Teilnehmern an den Start gehen, darunter auch mehr als 20 laufbegeisterte Leser.

Seit einigen Wochen sind in Oberndorf und auch in anderen Gemeinden im Landkreis und darüber hinaus verstärkt Gruppen mit Frauen und Männern aller Altersklassen zu beobachten, die größere Laufstrecken absolvieren: Sie trainieren für den O berndorfer Lauftag. Zu diesen Gruppen gehört auch der schwarzwaelder-bote.de-Lauftreff, bei dem sich mittwochs zahlreiche Lauffans für den Halbmarathon vorbereiten. So nahmen in dieser Woche gleich 13 Läufer von der Neckarhalle in Oberndorf eine
etwa 13 Kilometer lange Teilstrecke der offiziellen Halbmarathon-Strecke unter die Laufschuhe.

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Der große Teilnehmer-Ansturm für den Oberndorfer Lauftag, den der Schwarzwälder Bote und auch der Online-Dienst schwarzwaelder-bote.de als Sponsoren unterstützen, ist nach dem derzeitigen Anmeldestand bei der Stadtverwaltung Oberndorf
bislang zwar noch ausgeblieben; dennoch zeigt sich Kulturamtsleiter Hans-Joachim Ahner mit der Resonanz zufrieden. »Wir haben bisher gut 80 Anmeldungen, darunter auch welche aus der Schweiz, aus Mönchengladbach und aus dem Raum Stuttgart. Wie ich von anderen Veranstaltern von solchen Läufen weiß, warten viele bis fast zum Anmeldeschluss, weil sie dann besser ihren Trainingszustand und die Chance abschätzen können, die Strecke in einer akzeptablen Zeit zu schaffen.« Bis zum 25. April
könnten sich Interessenten mit Anmeldeformular bei der Stadt Oberndorf, Amt für Kultur, Bildung, Jugend und Sport, Klosterstraße 3, 78727 Oberndorf, oder per Internet unter www.Oberndorf.de anmelden. Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag von 8 bis 10 Uhr im Wettkampfbüro möglich.

Zu diesen 80 bisher angemeldeten Teilnehmern kommen nun auf jeden Fall zahlreiche Leser des Schwarzwälder Boten, die im Schwarzwälder-Bote-Laufteam mitmachen werden. Es sind dies: Jutta Baiker, Peter Beier, Daniela Bister, Karl-Heinz Bühner,
Nazli Ekici, Uwe Günter, Petra Heinzelmann, Oskar Hentschel, Manfred Heßler-Vonstein, Martin Hils, Kornelia Kazior, Manuela Kimmi, Wolfgang Knöpfle, Karl-Heinz Leopold, Thomas Mayer, Carmen und Ulrike Miller, Waltraud Moosmann, Traudel Mergenthaler, Dieter Oppold, Florian Reiner, Jutta und Nico Simonelli, Ramozan Tamerund Bernd Winzenried. Sie kommen im übrigen aus dem
ganzen Kreis Rottweil und darüber hinaus.

Wer noch mehr über die Schwarzwälder-Bote-Laufgruppe, den ersten Oberndorf Lauftag und allgemein Interessantes über das Laufen erfahren möchte, wird im Internet beim Schwarzwälder-Bote-Laufblog http://www.schwarzwaelder-bote.de/laufblog/ oder auch beim Internet-Auftritt der Stadt Oberndorf www.Oberndorf.de fündig.

von Peter Wolf

Apr 02

Ein sportliches Hallo an alle Läufer und Laufbegeisterten!

Nachdem wir am vergangenen Wochenende die Uhren eine Stunde vorgestellt haben, verlegen wir ab sofort auch unseren Lauftreff um eine Stunde nach hinten!

Ab dem 02.04.2008 treffen wir uns also nicht mehr wie bisher um 17.00 Uhr sondern erst um 18.00 Uhr an der Neckarhalle in Oberndorf.
Und das bei Wind und Wetter.

Wir hoffen dadurch dem einen oder anderen Berufstätigen die letzten Vorbereitungswochen auch noch die Möglichkeit zu geben in einer netten Gruppe zu trainieren.

In diesem Sinne, ich freu mich auf heute Abend; auf all die Bekannten und auch auf neue Gesichter!

Liebe Grüße,
Kai

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