Zollernalbkreis - Schwarzwälder Bote, Sparkasse Zol­lern­alb und BAUHAUS erfüllen mit der Aktion "Kindergarten-Baustelle" Träume und Wünsche von Kindergärten und Kindertagesstätten im Zollernalbkreis. Markus Schmid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zollernalb, und Markus Schrenk vom Balinger BAUHAUS sprechen über ihre Motivation, bei dieser Aktion mitzumachen.

Was hat Sie dazu bewogen, die Aktion Kindergartenbaustelle zu unterstützen?

Schmid: Als Sparkasse sind wir dem Zollernalbkreis per se eng verbunden. Mit unseren Spenden- und Sponsoring-Aktionen wollen wir deshalb dazu beitragen, den Lebensraum für unsere Kunden hier noch lebens- und liebenswerter zu gestalten. Da liegen uns natürlich die Kleinsten ganz besonders am Herzen. Und da wir von den engen finanziellen Spielräumen der Träger der Kindergärten wissen, ist die Idee des Schwarzwälder Boten, Kindergartenträume zu erfüllen ein charmanter Ansatz, Gutes zu tun. Außerdem wissen wir aus der Erfahrung mit unserer Jubiläumsaktion "175 Projekte", dass sich die Menschen bei derartigen Aktionen unheimlich gerne und engagiert einbringen. Dieser Einsatz gehört natürlich honoriert – deshalb war es keine Frage für uns, das Projekt Kindergartenbaustelle zu unterstützen.

Schrenk: Da die Firma BAUHAUS immer gern Projekte mit und für Kinder unterstützt – so wie 2010 mit der Aktion "BAUHAUS macht Schule" –, sind wir auch hier gerne bereit, wieder zu helfen und zu unterstützen. Als langansässiges Unternehmen hier vor Ort in Balingen fühlen wir uns natürlich verantwortlich für die Menschen und Kinder, deshalb wollen wir sie jedes Jahr aufs Neue unterstützen. Da in den Kommunen immer weniger Geldmittel zur Verfügung stehen, wollen wir hier helfen und den Kindern eine kleine Freude bereiten. Kinder stehen in der Firmenphilosophie so weit oben wie unsere Kunden.

Sie erinnern sich vielleicht noch an Ihre eigene Kindergartenzeit. Wenn Sie heute bei der Aktion Kindergartenbaustelle mitmachen dürften – welchen Wunsch hätten Sie?

Schmid: Ich hatte das Glück, in einer Zeit aufzuwachsen, in der in den Kindergärten für mich als Kind erkennbar kein Mangel an Spielgelegenheiten herrschte. Wir haben alles Mögliche gespielt. Wichtig war immer der Sandkasten. Darin haben wir Burgen gebaut. Hätte ich einen Wunsch frei gehabt, ich glaube, ich hätte gerne mal ein Baumhaus gebaut.

Schrenk: Zu meiner Zeit und mit den heutigen Möglichkeiten wäre sicherlich ein Spielturm mit vielen Anbauteilen sehr schön gewesen. In meiner Erinnerung kann ich mich bei meinem Kindergarten an eine Rutsche und an einen Sandkasten erinnern – mehr gab es damals nicht. Es war zu meiner Zeit auch nicht so wichtig, irgendwelche technischen Geräte zu haben, wichtig war es, draußen zu sein und mit Freunden zu spielen. Für ein Kind ist sowieso alles neu und interessant.

Mit dem Projekt betreiben Sie ein Stück Nachwuchsförderung, aber es ist beileibe nicht das einzige. In welcher Form können Kinder in der Region noch auf Sie bauen?

Schmid: Die Sparkasse hat im vergangenen Jahr über zwei Millionen Euro an Spenden- und Sponsoringgeldern an die Region zurückgegeben. Wir achten sehr darauf, dass das Geld auf möglichst vielen Gebieten den Menschen zu Gute kommt – also beispielsweise nicht nur bei der Sportförderung, auch wenn natürlich sehr viele Kinder und Jugendliche von unserem Engagement im Breitensport profitieren. Mit unserer neuen Stiftung "Kunst, Bildung und Kultur" setzen wir uns auch auf ganz anderen Feldern ein – wir unterstützen Schulaktionen, Kindergartenfeste oder Aufführungen, Vorlesungen – Dinge also, die für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen ganz wichtige Bausteine sind. Darüber hinaus sind wir engagiert im Umweltschutz unterwegs. Der mobile "Donnerkeil" der Sparkassenstiftung für Umwelt und Natur ist eine sehr beliebte Einrichtung: Kinder können unter Anleitung eines Ökologen die Umwelt erforschen und experimentieren. Das wird sehr oft auch von Schulklassen genutzt. Sie sehen, wir setzen auf Vielfalt unserer Engagements, damit möglichst viele davon profitieren.

Schrenk: BAUHAUS fördert immer wieder Kinder in allen Lagen, sei es jeden Samstag im Monat mit dem BAUHAUS Kids Club in jeder Niederlassung, wo Kinder immer etwas Neues basteln können, sei es mit Praktika für sämtliche Schulen und Bildungsträger oder mit verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten vom Verkäufer bis zum BA-Studium. Zusätzlich wird jedes Jahr von uns eine komplette Jugendfußballmannschaft in der Region mit Trikots der Marke adidas gesponsert.

Welchen Reiz hat für Sie der selbst gebaute, der mit eigenen Händen erfüllte Wunsch, so wie ihn sich die Kinder, Eltern und Betreuer im Rahmen des Projekts Kindergartenbaustelle schaffen?

Schmid: Es ist heutzutage so einfach, Dinge zu bekommen – man läuft in einen Laden, kauft etwas – fertig. Durch dieses Konsumverhalten geht aber der Bezug dazu verloren, was es heißt, etwas herzustellen – zum Beispiel ein Brot. Viele Kinder wissen gar nicht mehr, dass man Getreide säen, pflegen, ernten, mahlen muss, damit schließlich der Bäcker ein leckeres Brot backt. Das ist sehr schade und nicht gut für die Gesellschaft. Ich glaube, dass es daher eine enorm wertvolle Erfahrung ist, wenn man selbst zupacken muss, etwas herstellt und am Ende sich daran freuen kann. Man erfährt sicher so etwas wie Stolz und ein Gemeinschaftsgefühl, was der heutigen Zeit gut tut.

Schrenk: Sich selber zu verwirklichen oder die eigenen Wünsche selber zu erfüllen, ist immer schöner, als etwas Gekauftes nur hinzustellen und keine Bezug dazu zu haben. Auch für Kinder ist der Bezug wichtig – für die Entwicklung und des Erlebnis. Es ist wichtig, nachher sagen zu können: "Haben wir selber gemacht."

So geht’s: Kindergärten und Kindertagesstätten im Zollernalbkreis aufgepasst: Noch bis Montag, 1. Oktober, kann man sich für die Aktion Kindergarten-Baustelle bewerben. Der Wunsch sollte mit Baumaterial im Wert von maximal 2000 Euro und an einem einzigen Tag zu realisieren sein. Dazu muss der Gewinner für viele fleißige Bauhelfer sorgen. Ihre Bewerbung richten Sie an: Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft mbH, Lesermarkt, Kirchtorstraße 14, 78727 Oberndorf am Neckar. Fragen zur Aktion Kindergarten-Baustelle beantwortet Regina Möhrle, Telefon 07423/7 81 70, E-Mail: regina.moehrle@schwarzwaelder-bote.de. Einsendeschluss ist am Montag, 1. Oktober.