Zollernalbkreis/Tuttlingen - Es geht weiter: Die Lokale Aktionsgruppe (LAG), die Steuerungsgruppe des EU-Förderprogramms LEADER für die SüdWestAlb, hat vier neue Projekte beschlossen. Das Fördervolumen liegt bei rund 440 000, die Investitionskosten bei fast 980 000 Euro.

Ein neues touristisches Ziel für Radsportler wird in Bickelsberg entstehen, nämlich eine Bike-Strecke mit Übungsparcours samt Funktionsgebäude mit sanitären Einrichtungen und Parkplatz. Die Anlage ist dabei so ausgelegt, dass Mountainbiker technische Fertigkeiten erwerben und auch ausbauen können.

Darüber hinaus wurden sowohl das Heimatmuseum in Binsdorf als auch das Museum der Stadt Fridingen an der Donau mit einem erhöhten Fördersatz von 75 Prozent bedacht. Fridingen setzt die bereits im Jahr 2011 mit der Stadt Mühlheim an der Donau ausgearbeitete Museumskonzeption um. Neben der Neugestaltung und Erweiterung der Abteilung "Archäologie" und des Aufbaus einer neuen Ausstellungsabteilung "Grafschaft Hohenberg/Ifflinger Schloss/Burgruinen im Donautal" wird die Raumgestaltung und die Präsentation der Exponate komplett überarbeitet. Um die Ausstellung benutzerfreundlich zu gestalten, wird bei der Präsentation auf moderne Technik zurückgegriffen.

In Binsdorf werden im Oberhgeschoss des Rathauses ein ortsgeschichtlicher Raum eingerichtet und die Geschichte Binsdorfs entlang eines Zeitstrahls dargestellt. Zudem wird durch den Einbau einer kleinen Küche die Möglichkeit zur Bewirtung bei Lesungen oder ähnlichen Veranstaltungen geschaffen.

Neue Wege im Bereich der Daseinsvorsorge beschreitet die Gemeinde Böttingen. Da der Ort über keine Dorfwirtschaft mehr verfügt, investiert die Gemeinde in die gastronomische Infrastruktur, die an einen privaten Betreiber verpachtet wird.

"Die aktuelle LEADER-Förderperiode geht 2013 in einen vorläufigen Endspurt. Durch das Programm konnten bisher über fünf Millionen Euro EU-Mittel und 770 000 Euro Landesmittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes für unsere Region bereitgestellt werden. Um daran anknüpfen zu können, bewerben wir uns auch für die kommende Förderperiode", erklärt Zollernalb-Landrat Günther-Martin Pauli.