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Zollernalbkreis. Klinikum weiter in den roten Zahlen

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Das Zollernalb-Klinikum in Balingen verzeichnet wie das Krankenhaus in Ebingen mehr Patienten – zusammen schreiben die beiden Häuser aber einen deutlichen Verlust. Foto: Maier

Zollernalbkreis - Weiter tiefrote Zahlen, schwarz auf weiß: Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 des Zollernalb-Klinikums liegt vor. Der Verlust der beiden Krankenhäuser hat sich demnach im vergangenen Jahr trotz positiver Belegungszahlen weiter erhöht.

Über den Jahresabschluss 2016 und den Verlustausgleich debattiert der Kreistag in der Sitzung am Montag, 24. Juli (18 Uhr, Landratsamt Balingen). Zudem beschließt das Gremium über Zuschüsse mit einem Rahmen von bis zu einer Million Euro für die Aktualisierung der Medizintechnik in den Krankenhäusern Albstadt und Balingen.

Erfolg durch Rahmenbedingungen zunichte gemacht

Die wirtschaftliche Entwicklung des Klinikums zeigt auch eines: Dass sich die Gutachter von Teamplan bei der Vorlage von Varianten zur Neuausrichtung des Klinikums geirrt haben. Die Tübinger hatten prognostiziert, dass sich das Betriebsergebnis in den Jahren 2016 und 2017 leicht verbessern würde, ehe es von 2018 an – im Fall des Festhaltens am Zwei-Häuser-Modell – nur noch verschlechtern würde. Nun sind die Zahlen bereits für 2016 deutlich schlechter als gedacht: Gegenüber dem Vorjahr steigt der Verlust um 1,24 auf 5,86 Millionen Euro.

Andererseits zeigt die Bilanz auch, dass sich einiges schon verbessert hat: So sind die Erträge im vergangenen Jahr, auch aufgrund höherer Belegungszahlen, deutlich angestiegen – von 78,8 Millionen im Jahr 2015 auf nunmehr 84,7 Millionen Euro. Zudem wurden an vielen Stellen Kosten reduziert und Geld gespart – etwa durch die Einkaufsgemeinschaft für Medizingüter, aber auch beim Energieverbrauch.

So gesehen war das Betriebsjahr 2016 des Zollern­alb-Klinikums, das sich vollständig in Händen des Landkreises befindet, durchaus ein Erfolg. Allerdings wurde dieser durch gesetzliche Rahmenbedingungen zunichte gemacht – Stichworte: Landesbasisfallwert und Mehrleistungsabschlag. Dazu kommen deutlich gestiegene Personalkosten (plus 2,7 Millionen Euro). Unterm Strich bleibt der satte Verlust.

Angesichts dieser Zahlen scheint die Diskussion um die vom Kreistag im vergangenen Jahr angestoßene Neuausrichtung des Klinikums dringender denn je. Das Gremium hatte die Kreisverwaltung im Januar damit beauftragt, die Grundlagen für eine Konzentration der beiden jetzigen Krankenhausstandorte Albstadt und Balingen auf der "grünen Wiese" vorzubereiten. Neben den anfallenden Kosten für den Neubau sollen auch die finanziellen Folgen für den Landkreis sowie die dadurch entstehenden Belastungen für die Städte und Gemeinden dargestellt und Vorschläge für einen Standort erarbeitet werden.

Eigentlich sollte es bis zur am Montag anstehenden Juli-Sitzung erste Vorlagen geben. Diese werden sich indes verzögern.

Landrat Günther-Martin Pauli sagte am Montag unserer Zeitung, dass man die Arbeitsaufträge "sauber abarbeiten" wolle. "Wir rödeln hinter den Kulissen", so Pauli. So seien alle Städte und Gemeinden im Landkreis angeschrieben worden mit der Bitte, möglicherweise geeignete Flächen für die Ansiedlung eines Krankenhauses zu benennen. Voraussichtlich im Oktober geht es in der Frage Zentralklinikum weiter.

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