Zollernalb TSV Geislingen stolpert über das Pauschenpferd
Schwarzwälder-Bote, 01.05.2012 18:01 Uhr
Standvermögen zeigten Manuel Thomas und die TG Schömberg im Ligenfinale. Foto: KaraFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Thomas HauschelEin versöhnlicher Saisonabschluss ist den Schömberger Oberligaturnern im Ligenfinale in Sindelfingen gelungen. Derweil musste die Geislinger Riege in der Verbandsliga ihre Aufstiegsambitionen begraben. Oberliga."Wir wollen im Ligenfinale nicht Letzter werden", hatte Schömbergs Trainer Karl Schmidberger vor dem letzten Wettkampf als Ziel ausgegeben. Dies gelang den Stauseestädtern auch; mit 268,55 Punkten belegten sie Rang sieben vor der KTV Straubenhardt III (268,35). Für die Stauseestädter war das Ligenfinale der letzte Auftritt in der Oberliga, das Schlusslicht turnt in der nächsten Saison in der Verbandsliga. 46,45 Punkte reichten am Boden nur zum letzten Platz der acht Mannschaften, besser lief es am Pauschenpferd, wo sie mit 39,95 Punkten als Fünfter zwei Gerätepunkte einfuhren. An den Ringen gab es für die TG-Turner mit 45,70 Zählern einen weiteren Gerätepunkt, während sie am Sprung (48,40) leer ausgingen. Dafür sammelten die Schmidberger-Schützlinge am Barren (47,35) einen sowie am Reck mit 41,30 Zählern noch einmal zwei Gerätepunkte. Verbandsliga.Nichts war's mit dem Aufstieg in die Oberliga für die Turner des TSV Geislingen. Nach verpatzten Übungen am Pauschenpferd reichte es im Ligenfinale nur zu Rang sechs und in der Endabrechnung fiel das Team von Trainer Oliver Heck noch auf den fünften Platz zurück.
Dabei hatte es gut angefangen: "Wir sind am Sprung gut gestartet, haben mit 52,35 Punkten als Dritter vier Gerätepunkte geholt und sogar die Führung übernommen, da wir besser waren als Mössingen“, sagt der stellvertretende TSV-Abteilungsleiter Michael Brobeil. Am Barren (46,65) und am Reck (37,50) gab es als Fünfter zwar nur jeweils zwei Gerätepunkte, doch mit guten Leistungen am Boden (51,50) und drei Gerätepunkten lag Geislingen erneut in Front. Doch dann kam das Pauschenpferd. "Da hatten wir große Probleme", sagt Brobeil. Fürwahr, musste doch Stefan Eha gleich zweimal vom Gerät absteigen, auch Lukas Heicks musste einmal runter, und Andreas Brobeil verzeichnete ebenfalls einen Hänger. Die Folge waren 33,90 Punkte, die den TSV weit zurück warfen. Dies wirkte sich auch auf das letzte Gerät, die Ringe aus, wo die Heck-Riege auf 41,26 Punkte kam. "Da haben wir auch schon mehr Punkte geholt", sagt Brobeil, "aber nach den Auftritten am Pauschenpferd war die Luft etwas raus."
"Mit normalen Leistungen am Pferd hätten wir zwischen sieben und zehn Punkten mehr gehabt und wären wohl auf einem besseren Platz gelandet", sagt Brobeil. Dennoch kann Geislingen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. „Wir haben in der Tabelle zwei Mannschaften hinter uns gelassen und bleiben in der Verbandsliga. Und in der nächsten Saison turnen wir gegen Schömberg und Lustnau. Das werden interessante und spannende Lokalkämpfe", sagt Brobeil



