
Von Thomas HauschelEisiger Wind und Minustemperaturen im zweistelligen Bereich: die derzeitige Kältewelle, die ganz Deutschland erfasst hat, macht sich auch bei den Vorbereitungen der Fußballer auf die Rückrunde negativ bemerkbar.
"Die Minustgrade und die damit verbundenden Platzverhältnisse schränken unsere Trainingsmöglichkeiten schon ein", sagt Karsten Maier, der Trainer des Oberligisten TSG Balingen. So sei auf dem Kunstrasenplatz vor dem Au-Stadion nur der Strafraum freigeräumt. "Aber wenigstens konnten wir da ein bisschen Spielformen beim Vier gegen Vier trainieren oder einen Ausdauer-Parcours aufbauen", so der 42-Jährige, "doch Lauftraining macht momentan den Hauptteil unserer Vorbereitung aus." Trotz der Bibberkälte sieht Maier keine Gefahr für die Gesundheit seiner Spieler. "Die Jungs ziehen sich warm an, und wir sorgen dann schon dafür, dass ihnen nicht kalt wird und sie nicht frieren", sagt der Balinger Coach, der selbst die dicke Trainingsjacke und die Winterboots ausgepackt hat, "denn schließlich stehe ich ja während des Trainings die ganz Zeit auf dem Platz."
Ungeachtet der Temperaturen soll aber am morgigen Samstag um 14.30 Uhr das geplante Testspiel gegen den Landesligisten FV 08 Rottweil stattfinden. "Wir wollen schon spielen, wenn es die Verhältnisse auf dem Kunstrasen zulassen. Sollte sich allerdings Eis auf dem Platz bilden, dann kann wohl nicht gespielt werden. Aber wir wollen noch abwarten", so Maier.
Auch das für den Sonntag geplante Testspiel des Verbandsligisten FC 07 Albstadt beim Bezirksligisten SC Tuttlingen ist stark gefährdet. "Ob wir spielen, entscheidet sich wohl am heutigen Freitag, wenn jedoch das Wetter so bleibt, dann wohl eher nicht", sagt Albstadts Trainer Öner Topal. Für den 07-Übungsleiter sind die Bedingungen noch schwieriger, als für seinen Balinger Kollegen. "In Albstadt haben wir keinen Kunstrasen, und auf den gefrorenen Rasenplätzen ist ein Training zu gefährlich. Deshalb beschränken wir uns derzeit auf Lauftraining und sind einmal in der Woche in der Halle, um mit dem Ball zu arbeiten", sagt Topal, der es bedauert, dass das Einüben von Spielformen derzeit nicht möglich ist. "Wichtig wäre es, sich jetzt einzuspielen, um auch unsere Neuzugänge zu integrieren, aber das geht leider nicht. Und dass uns das spielerische Element fehlt, das war bei der 2:3-Niederlage im Testspiel beim FC Laiz zu sehen", weiß der Albstädter Coach, der anfügt: "Vernünftig wäre es gewesen, eine Woche in ein Trainingslage in wärmere Gefilde zu gehen, um mit dem Ball zu arbeiten und Spielpraxis zu sammeln. Aber das ist natürlich auch eine finanzielle Frage. Vielleicht gelingt es uns ja im nächsten Jahr, mit Eigenleistungen und mit Hilfe einem Sponsor, ein solches Traingslager zu organisieren."
Doch vorerst heißt es sowohl in Balingen als auch Albstadt für die Kicker warm anziehen und kräftig laufen um nicht zu Bibbern...