
Von Ulrich MußlerDer Kreis der gesetzten Spielerinnen bei den 14. Hechingen Ladies Open wird immer kleiner. Gestern verabschiedete sich die an Position vier eingestufte Severine Beltrame. Die Französin gewann zwar den ersten Satz gegen Korina Perkovic mit glatt mit 6:1. Dann aber startete die mit einer Wildcard ins Feld gerutschte Deutsche durch und sicherte sich noch mit 6:4 und 6:3 das Match. Es war nicht der "Jeudi" der Französinnen, denn auch Beltrames Landsfrau Audrey Bergot (6) ereilt gestern das Aus. Sie hatte gegen die deutsche Nachwuchshoffnung Carina Witthöft keine Chance. Die 16-jährige Hamburgerin zeigte sich von ihrem Mammut-Match am Mittwoch gegen Anna-Lena Friedsam bestens erholt und gewann glatt 6:1/6:4. Doch des französischen Übels nicht genug, mussten sich Beltrame und Bergot auch im Doppel geschlagen geben. Sie unterlagen den Kolumbianerinnen Catalina Castano und Mariana Duque-Marino glatt 3:6/1:6.
Das Viertelfinale erreicht hat hingegen Tatjana Malek. Nachdem die Turnierfavoritin am Mittwoch gegen die Qualifikantin Milana Spremo noch hart zu kämpfen hatte, lief’s für die 23-Jährige gestern gegen die Rumänin Diana Enache etwas lockerer. "Einfach war es sicher nicht, aber nicht ganz so hart wie gegen Spremo. Ich hoffe, dass es so weiter läuft", so Malek nach ihrem 6:0/6:4-Erfolg, der sie ihrem Ziel, den "Fluch der Nummer eins in Hechingen" zu bannen einen Schritt näher brachte. Heute (nicht vor 17 Uhr) bekommt es die Bad Saulgauerin mit Duque-Marino zu tun, die Scarlett Werner deutlich mit 6:3/6:1 bezwang.
Und Malek weiß, dass das Match gegen die Nummer 331 der Welt kein Selbstläufer wird. "Das ist eine starke Gegnerin. Sie stand in der Weltrangliste auch schon einiges weiter vorne", sagte Malek. Die zweite gesetzte Spielerin, die Runde zwei überstand, ist Duque-Marinos Doppelpartnerin Castano (7). Sie setzte sich gegen die Slowakin Zuzana Luknarova mit 6:4 und 6:3 durch. Weiter im Rennen um den Turniersieg ist auch Sarah Gronert. Ihrem Erstrunden-Sieg über Anna-Lena Grönefeld ließ sie gestern ein 6:4/1:6/6:0 über die Niederländerin Elise Tamaela folgen. Knackpunkt war der Beginn des dritten Satzes. Gronert führte bei Aufschlag Tamaela mit 1:0, und erarbeitete sich einen Breakball nach dem anderen. Tamaela wehrte sich zunächst erfolgreich gegen das drohende 0:2. Schließlich aber nutzte Gronert ihre achte Breakchance und brach damit den Widerstand ihrer Gegnerin.
Den Viertelfinaltag eröffnen heute ab 12.30 Uhr Castano und Tereza Mrdeza. Danach stehen sich auf dem Center Court Perkovic und Witthöft.