Von Christoph Veeser 3. LIGA SÜD FRAUEN TSV Ismaning – HSG Albstadt 28:26 (14:9). Haarscharf haben die Drittliga-Handballerinnen der HSG Albstadt in ihrem letzten Ligaauftritt des Jahres 2012 ihre ersten Punkte der laufenden Saison verpasst. Im Duell um die rote Laterne hatten die Schwarz-Roten bei Tabellennachbar TSV Ismaning knapp mit 26:28 das Nachsehen. Somit ist Albstadt nun die einzige Mannschaft der dritten Liga, die über die komplette Hinrunde keinen einzigen Punkt auf ihrem Konto verbuchen durfte.

Bereits im Vorfeld war klar, dass auch der Sieger der Partie den drohenden Abstieg wohl nicht mehr verhindern kann. Trotzdem war allen Akteuren auf der Platte anzumerken, dass keiner der beiden das Jahr mit einer weiteren Pleite beenden wollte. Dabei erlebten insbesondere die Gäste ein Wechselbad der Gefühle und legten zunächst einen holprigen Start hin.

Viele Ballverluste und zwei verworfene Siebenmeter sorgten dafür, dass sich Albstadt nach zwölf Minuten mit 3:7 im Hintertreffen befand. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten nur Susanne und Sabine Kirschbaum ihr Visier richtig eingestellt, die mit ihren Toren die HSG halbwegs in der Spur hielten. Bis zur Pause hinkten die Albstädterinnen dennoch mit fünf Treffern Rückstand hinterher.

"Der erste Durchgang ist nicht optimal verlaufen. Aber in der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, was in der Mannschaft steckt", sagte HSG-Trainer Oliver Lebherz. Auch nach dem Seitenwechsel gab Ismaning zunächst den Ton an und setzte sich weiter ab bis auf 19:11.

Erst als HSG-Trainer Lebherz in der 40. Minute eine Auszeit nahm, kam kurzzeitig die Wende. "Ich habe auf eine 4:2-Deckung umgestellt und die beiden Rückraumspielerinnen von Ismaning in Manndeckung nehmen lassen", erklärte Lebherz.

Und dass der A-Lizenzinhaber sein Handwerk versteht, zeigte sich schon wenige Zeigerumdrehungen später. Die Ismaningerinnen kamen total aus dem Tritt und mussten zuschauen, wie ihnen Albstadt zunehmend auf die Pelle rückte und eine Viertelstunde vor Schluss nur noch drei Tore wett zumachen hatte (20:23).

Sieben Minuten bevor die Schlusssirene das Spiel beenden sollte, bot sich der HSG beim Stande von 24:22 vom Siebenmeterpunkt die Möglichkeit, auf einen Treffer heranzukommen. "Wenn wir den nicht verworfen hätten, wären wir nicht mit leeren Händen nach Hause gefahren", ist sich Lebherz sicher. Stattdessen war nun Ismaning wieder am Drücker und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. HSG Albstadt: Falter, Scheffold, Härtel, Nadj, Sa. Kirschbaum (6/3), Bodmer (3), Su. Kirschbaum (6/1), Schick (6/1), Fuhrmann (5), Dreher.