Zollernalb HSG-Frauen bleiben in Liga 3

Schwarzwälder-Bote, 15.05.2012 19:01 Uhr

Von Ulrich Mußler Jetzt ist es fix. Obwohl die Frauen der HSG Albstadt die Saison auf dem letzten Tabellenplatz abgeschlossen haben, spielen sie auch künftig in der 3. Liga um Punkte. Damit blieben die Schwarz-Roten vom zweiten Abstieg innerhalb eines Jahres verschont.Gestern erklärte die Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) in der die Klubs der 1. und der 2. Liga organisiert sind, dass sämtliche Lizenzanträge als positiv erachtet wurden.

Obschon einige Vereine noch Unterlagen nachzureichen haben, erhalten sämtliche Antragsteller eine Lizenz für die Saison 2012/13. In der 1. Bundesliga greifen in der kommenden Spielzeit zwölf Teams zum Ball, 15 sind es in der 2. Liga.

Das heißt, es drückt keine weitere Mannschaft in die 3. Liga, damit bleibt der HSG Albstadt der Gang in die Baden-Württemberg-Oberliga erspart. "Ich hoffe, dass jetzt nicht doch noch einer der Klubs aus den höheren Ligen zurückzieht", sagt Andreas Laib, Vorsitzender der HSG Albstadt.

Eigentlich sollte nun alles eitel Sonnenschein sein. Nach 15 Jahren in den Diensten der HSG übergibt Trainerin Zeljka Rajak ihrem Nachfolger Oliver Lebherz somit wider Erwarten eine Drittliga-Mannschaft. Problematisch allerdings gestaltet sich die Gestaltung des Kaders für die kommende Saison. Gülfidan Balci, Sylvia Kurz, Viola Biro, Torhüterin Nadine Pfeifer, Christiane Zettl und Zeljana Primorac verlassen die Mannschaft. Auf das Autogramm unter einem neuen Vertrag von Spielmacherin Susanne Kirschbaum warten Laib und Lebherz noch. Externe Neuzugänge können die HSG-Verantwortlichen bis auf Sandra Streich – sie war früher für Albstadts "Zweite" am Ball und kehrt vom VfL Ostdorf zurück. Ob sie jedoch in der ersten oder in der zweiten Mannschaft der Schwarz-Roten zum Einsatz kommt, wird sich erst nach der Vorbereitung entscheiden.

Ebenfalls in den Kader der ersten Mannschaften aufrücken werden Tanja Seiffert sowie Vanessa Dreer und Saskia Dreer. Torhüterin Franziska Scheffold soll, so Laib, künftig ebenfalls im Drittliga-Team auflaufen. "Das hängt aber davon ab, wo sie ihr Studium beginnen wird", sagt Laib. Zwar gewinnt der Kader so nicht an Breite, in Hektik verfällt bei der HSG deshalb dennoch niemand.

"Wir wollen mit dieser jungen, hungrigen Truppe völlig befreit angreifen. In den kommenden Wochen und Monaten halten wir die Augen aber weiterhin offen. Sollte uns eine gute Ergänzung über den Weg laufen, müsste sie aber auch ins Konzept passen. Vorrangig wollen wir schließlich die eigenen Nachwuchsspielerinnen fördern und fordern", so der HSG-Vorsitzende weiter.

 
 
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