Von Thomas HauschelZum ersten Rückrundenspiel kommt mit dem FSV Hollenbach eine Mannschaft ins Balinger Au-Stadion, die viele Parallelen zur TSG Balingen aufweist.

Nicht nur, dass sich die beiden Kontrahenten zum Saisonauftakt in Mulfingen am Ende schiedlich, friedlich mit 1:1 trennten, auch der weitere Saisonverlauf der beiden Mannschaften verlief ähnlich.

Nach zwei Siegen in Karlsruhe (2:0) und gegen Nöttingen (2:1) sowie zwei Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften in Freiberg (0:1) und in Walldorf (1:3) legten die Kicker aus dem Hohenlohischen eine Serie von sechs Begegnungen ohne Niederlage hin und rangierten Mitte Oktober mit 19 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz und damit sogar vor den Eyachstädtern, die zu diesem Zeitpunkt als Achter einen Zähler weniger auf dem Konto hatten.

Doch wie bei der TSG folgte dann auch in Hollenbach eine Serie der Erfolglosigkeit. 0:2 unterlag das Stehle-Team beim VfR Mannheim, zeigte danach eine schwache Leistung bei der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Grunbach, und verlor danach auch noch aufgrund personeller Probleme bei den Kellerkinder in Spielberg (0:2) und in Kehl (0:1). Mit jeder Niederlage ging es ein Stück weiter abwärts in der Tabelle, und plötzlich wurde die Partie gegen die Stuttgarter Kickers II zum Schicksalsspiel, denn als Tabellenzwölfter ist der FSV nur noch drei Zähler von der Abstiegszone entfernt, die mit Rang 13 beginnt.

Die Verunsicherung nach vier Niederlagen in Folge ist den Hollenbachern im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers auch anzumerken. Diese legt sich nach 30 Minuten, als Martin Kleinschrodt nach einem Eckball die 1:0-Führung für die Mulfinger gelingt. Nun scheint der Bann gebrochen, zumal die Kickers nur drei Minuten mit einem Eigentor von Marc Mägerle zum 2:0 kräftig mithelfen.

Als dann Pascal Sohm kurz nach der Halbzeitpause das 3:0 gelingt, scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch im Gegenzug verkürzt Dennis Kaiser für Stuttgart auf 1:3, und das gibt den Gästen wieder Auftrieb. Doch Hollenbach hat mit dem 4:1 von Maximilian Albrecht die richtige Antwort parat.

Aber die Kickers geben sich längst nicht geschlagen, machen nach Treffern von Oliver Stierle und Timo Morawietz zum 3:4 das Spiel in der Schlussviertelstunde noch einmal spannend. Am Ende reicht es jedoch für den FSV zum Happy End.

Trainer Ralf Stehle ist erleichtert nach dem glücklichen Sieg: "Noch eine Niederlage wäre ganz bitter für die Moral gewesen." Doch der 43-Jährige weiß auch, dass der Sieg und der damit verbundene Sprung auf Rang neun kein Ruhekissen sind. Denn der Abstand auf die Abstiegsplätze beträgt weiterhin nur drei Zähler. Und so sind die Hohenloher auch beim Tabellennachbarn in Balingen zum Punkten verdammt, doch der Kontrahent von der Zollernalb hat sich nach seinem Befreiungsschlag in singen dasselbe Ziel gesetzt. Beste Voraussetzungen als für ein spannendes Duell.