LANDESLIGA TSG REUTLINGEN – EC Balingen (Sonntag, 18.45 Uhr). Pünktlich zu Weihnachten steht das Lokalderby zwischen der TSG Reutlingen und den Eisbären aus Balingen an. Die Ausgangslage könnte prekärer nicht sein: beide Mannschaften stehen unerwartet weit unten in der Tabelle: nur drei Punkte trennt die regionalen Konkurrenten voneinander. "Für uns ist das ganz klar ein Sechs-Punkte Spiel", so der Vorsitzende der Eisbären, Willi Gastel.

Auch die "Black Eagles", wie sich die Mannen um Trainer Hans Krüger, seit dieser Saison nennen brauchen einen Sieg, um aus dem Tabellenkeller zu kommen. Derzeit belegt die TSG Rangs sechs, und das trotz kräftiger personeller Verstärkung im Sommer. So wechselten mit Sven Zinkora, Andreas Sarsenov und Lasse Arnold gleich mehrere Leistungsträger aus Stuttgart in die Achalmstadt. Auch der Rückkehrer aus Esslingen, Maximilian Enz, wird der Defensive der Eisbären das Leben schwer machen.

"Mit diesem Kader nimmt Reutlingen ganz klar die Favoritenrolle ein. Persönlich ist es mir ein Rätsel warum die TSG nicht weiter oben in der Tabelle steht", so Gastel.

Denn nicht nur die neue individuelle Qualität spricht für die Gastgeber, sondern auch die Verletzungsmisere im Eisbärenlager. Zwar sammelte Kevin Rummel vergangenen Freitag trotz lädiertem Sprunggelenk etwas Eiszeit, aber er ist noch nicht bei 100 Prozent. Auch das Fehlen von Offensivstütze Dennis Steinhauer und Youngster Yannik Schneeberger (wurde am Montag erfolgreich am Schultereckgelenk operiert) macht sich bemerkbar. "Es ist einfach kräfteraubend. Uns fehlen dann am Ende immer die nötigen Prozent um gerade schwere Spiele zu entscheiden", erklärt auch der Eisbären-Coach Günter Schmidt. Himzu kommt, dass sich die Eisbären gegen die TSG immer etwas schwerer tun.

Die Achalmstädter werden nach einer starken Partie zuletzt bei Meister in Esslingen mit viel Selbstbewußtsein in das Derby gehen. Balingen darf sich also auf einen sehr starken Kontrahenten einstellen. Gastel hofft indes, dass viele Eisbären-Fans ihre Mannschaft begleiten und in Reutlingen tatkräftig anfeuern. "Das macht ein Derby doch aus. Hüben wie drüben viele Fans, die für Stimmung sorgen und ihre Farben nach vorne peitschen."