Zollernalb Die Favoritin müht sich zum Sieg
Schwarzwälder-Bote, 03.06.2012 20:03 Uhr
Ana-Maria Nedelcu (im Bild) setzte sich im Finale der top- gesetzten Spielerinnen gegen Verena Jöchle im Entscheidungssatz durch. Foto: KaraFoto: Schwarzwälder-Bote
(ck). Bei den württembergischen Meisterschaften der U21 hatten die Tennisspielerinnen aus dem Bezirk 7 wie erwartet keine Chancen auf den Titel. Den sicherte sich die Favoritin Ana-Maria Nedelcu (TV Reutlingen). Im Finale mühte sie sich gegen die an zwei gesetzte Verena Jöchle (TC Lauffen) zu einem 4:6/6:4/10:4-Erfolg.
Der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Spielerinnen und erlaubte am Freitag fast pünktlich beginnende Titelkämpfe, so dass Turnierleiter Charly Kommer einige Sorgen erspart blieben. Als einzige Teilnehmerin aus dem Bezirk 7 überstand Marcella Müller (TC Spaichingen) die erste Runde, dann war aber auch für sie gegen die Nummer drei der Setzliste, Paula Götz (TC Weissenhof), beim 0:6/1:6 Endstation.
Die acht gesetzten Damen zogen allesamt ins Viertelfinale ein. Im ersten Match setzte sich Nedelcu, 2011 Siegerin beim Zollern-Alb-Turnier der TG Ebingen, gegen Chantal Brutschin (TC Waiblingen/6) deutlich mit 6:3/6.3 durch. Hannah Seizer (TC Ludwigsburg/5) führte gegen Paula Götz mit 7:5/2:0, ehe diese mit Motivationsproblemen aufgab. Nach einem hart umkämpften ersten Satz bezwang Elena Rief (TC Ravensburg/4) Maximiliane Walther (TC Waiblingen/7) mit 7:5/6:2. Keine Mühe hatte dann Verena Jöchle bei ihrem klaren 6:0/6:1 über Milena Toseva (STG Geroksruhe/8).
Mit schnellen Grundschlägen bestimmte Nedelcu ihr Halbfinale gegen Seizer, streute immer wieder gefühlvolle Slicebälle ein. Seizer wehrte sich mit riskanten Bällen unterlag aber dennoch 3:6/3:6. Im zweiten Halbfinale trafen mit Elena Rief und Verena Jöchle zwei ehemalige Trainingspartnerinnen aufeinander. Der erste Satz war geprägt von Nervosität und vielen unerzwungenen Fehlern. Jöchle holte sich den Durchgang mit 7:5, agierte danach freier und sicherte sich mit ihrer knallharten Rückhand den zweiten Satz mit 6:2 und damit den Sieg. dann mit 6/2 den zweiten Satz. Aufgrund der Regenfälle am Sonntag, musste das Finale in der Halle ausgespielt werden. Und es schien sich eine große Sensation anzubahnen. Jöchle kam mit dem Belag bestens zu Recht und holte sich den ersten Satz relativ schnell mit 6:4. Im zweiten Durchgang legte sie auf 3:1 vor, doch dann erhöhte Nedelcu das Tempo, ging wesentlich mehr Risiko ein und hetzte ihre Gegnerin von Ecke zu Ecke. Immer wieder punktete sie mit ihrer Vorhand – beim 6:4 war alles wieder offen. Im Match-Tiebreak musste die Entscheidung fallen. Die Reutlingerin spielte stabil weiter, Jöchle wurde nervöser und machte Fehler. Schließlich sicherte sich Nedelcu den Match-Tiebreak mit 10:4 und damit den Titel.



