Zollernalb Bodmer-Team steigt in die Landesliga ab
Schwarzwälder-Bote, 02.04.2012 18:02 Uhr
Eine Niederlage kassierten Stefan Eha und der TSV Geislingen, der vor dem Ligenfinale Rang drei in der Verbandsliga einnimmt. Foto: KaraFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Thomas Hauschel Kein gutes Wochenende für die Turner: Die Oberliga-Herren der TG Schömberg mussten in Backnang eine Niederlage hinnehmen. Für Geislingen gab es einen Rückschlag im Titelkampf, und die Verbandsliga-Frauen des TSV Meßstetten steigen nach der Relegation in die Landesliga ab. Oberliga Männer: TSG Backnang – TG Schömberg 69:17. Die erwartete Niederlage setzte es für die Stauseestädter in Backnang. Doch die Rumpftruppe – die TG musste aus beruflichen Gründen auf Michael Ast und Stephan Rapp verzichten und trat so nur mit fünf Turnern an – schlug sich aber wacker. "Es war ein guter Wettkampf, wir haben alle an unseren Grenzen geturnt und auch gute Ergebnisse geholt, aber Backnang war einfach besser, das muss man neidlos anerkennen", sagt Pressewart Heiko Neher.
Am Boden hielten die Schömberger beim 5:10 noch ganz gut mit und holten durch Neher und Florian Rehfuß fünf Score Points. Auch am Pauschenpferd holten die Stauseestädter beim 7:10 sieben Zähler durch Manuel Thomas und Leandro Eckstein. An den Ringen, wo Backnang die höheren Ausgangswerte vorzuweisen hatte, gab es für die TG-Riege beim 2:14 ebenso wenig zu holen, wie danach am Sprung (0:14) und am Barren (0:9). Zum Abschluss am Reck gelang es Manuel Thomas noch drei weitere Score Points zum 3:12 zu sammeln.
"Unsere Konzentration gilt jetzt dem Wettkampf am Samstag gegen Ludwigsburg. Wenn wir in der Oberliga bleiben wollen, müssen wir den MTV sowohl jetzt in der Runde als auch im Ligenfinale schlagen", sagt Neher, der dem Wettkampf optimistisch entgegen blickt, denn am kommenden Samstag sind Ast und Rapp wieder mit von der Partie. Verbandsliga Herren: KTV Hohenlohe II – TSV Geislingen 39:16.Die zweite Niederlage in Folge mussten die Geislinger Turner in Hohenlohe hinnehmen und rutschten dadurch auf den dritten Tabellenplatz ab. Dennoch herrschte beim TSV keine Unzufriedenheit. "Wir haben sogar noch besser geturnt, als in den Wettkämpfen zuvor. Aber Hohenlohe hat einfach einen Top-Tag erwischt und war einen Tick besser. Deshalb hat die KTV auch verdient gewonnen", sagt der stellvertretende Abteilungsleiter, Michael Brobeil. "Wir waren oft knapp dran, aber die Score Points sind zumeist an die KTV gegangen." So musste Geislingen den Boden mit 2:8 abgeben, unterlag am Pauschenpferd knapp mit 5:7, und holte beim 6:6 an den Ringen den einzigen Gerätepunkt. Denn am Sprung (1:7), Barren (0:6) und Reck (2:5) hatten wieder die Gastgeber die Nase vorn. Noch ist aber nichts verloren.
"Im Ligenfinale am 28. April werden die Karten noch einmal neu gemischt. Mössingen hat als Tabellenführer zwar die besten Karten. Aber da die ersten vier Mannschaften, Mössingen, Wetzgau II, wir und Kirchheim II alle auf dem gleichen Level sind, kann da noch viel passieren. Wir können unbelastet auftreten und werden noch einmal angreifen. Wie immer auch das Ligenfinale enden wird, wir können zufrieden sein. Denn in der Vorsaison haben wir drei Wettkampfpunkte geholt und in dieser sind es acht", so Brobeil Verbandsliga Frauen: Nichts war es mit dem anvisierten Klassenerhalt für die Frauen des TSV Meßstetten. Mit 158,65 Punkten reichte es für die Riege von Trainerin Patricia Bodmer nur zu Rang drei hinter der TSG Backnang II (168,65) und dem TSV Berkheim II (161,55). Auf dem vierten Platz landete der TSV Süßen (156,50).
"Wir hatten am Schwebebalken zwei Absteiger zu viel, und am Boden sind Stephanie Steidle und Janina Hauser gestürzt. Das hat am Ende den Ausschlag gegeben", sagt Bodmer. Am Sprung (42,20) und am Stufenbarren (37,00) war es für die Meßstetterinnen gut gelaufen, die nach zwei Geräten sogar in Führung lagen. Doch mit 37,25 Punkten am Schwebebalken und 42,20 Zählern am Boden verlor der TSV dann die Spitzenposition und rutschte auf Rang drei ab, was den Abstieg in die Landesliga bedeutet.
"Unsere Devise lautet: Kopf hoch und weitermachen", sagt Trainerin Bodmer, "Mal sehen, was noch passiert, aber wir werden natürlich auch in der Landesliga antreten, und nächstes Jahr ist auch Anne Ammann wieder dabei."



