Zimmern Ziel: Energiewende aktiv unterstützen
Schwarzwälder-Bote, 15.08.2012 19:00 UhrVon Kathrin Kammerer
Zimmern o. R. Das Thema Energiewende ist in aller Munde. Um diese vor Ort zu praktizieren, braucht es viel Idealismus und zahlreiche Unterstützer. In Zimmern gehen engagierte Bürger nun erste Schritte in Richtung einer energieautarken Gemeinde.
Regenerative Energien und Nachhaltigkeit – zwei Schlagworte, die auch in Zimmern die Gemüter bewegen. Im Mai war eine Infoveranstaltung der Grünen zum Thema bürgerliche Energiegenossenschaften auf großes Interesse bei den Bürgern gestoßen. Vertreter von zwei Energiegenossenschaften aus Deißlingen und dem Schwarzwald-Baar-Kreis hatten zu diesem Anlass von ihren Erfahrungen berichtet, über Kostenfragen informiert und den Zimmernern zudem Möglichkeiten für ihre eigene Gemeinde aufgezeigt.
Unabhängige Bürgerinitiative engagiert sich
Der Veranstaltung war ein durchweg positives Echo aus den Reihen der rund 40 Zuhörer gefolgt. Viele von ihnen hatten danach großes Interesse daran bekundet, die Gründung einer eben solchen Energiegenossenschaft in Zimmern weiter voranzutreiben. Einer davon: Andreas Schraag.
Er hat bereits Erfahrung auf dem Gebiet der regenerativen Energien. Gemeinsam mit knapp 25 weiteren Mitstreitern hat er nun eine unabhängige Bürgerinitiative gegründet, mit dem Ziel, eine Energiegenossenschaft ins Leben zu rufen.
Doch das ist zeitintensiv, wie er berichtet. Damit man eine solche Genossenschaft gründen kann, so erklärt Schraag, benötigt man neben vielen Unterstützern zuerst einmal ein sogenanntes Starterprojekt. Eine Kalkulation hierzu muss belegen, dass der Jahresumsatz der Genossenschaft bei mindestens 20 000 Euro liegen wird. "Das erreicht man beispielsweise mit einer 1000 Quadratmeter großen Solaranlage", so der Experte. Da Privathäuser aber um einiges kleinere Dachflächen hätten, gestalte sich die Suche nach einem Standort hierfür recht schwierig. "Wir suchen deshalb jetzt vorrangig nach gewerbliche Flächen und haben bereits Anfragen am Laufen", verrät Schraag.
Neben der Planung eines Starterprojekts müsse man zudem den Vorstand und die Aufsichtsräte der Genossenschaft bestimmen. "Hierfür suchen wir noch kompetente Mitstreiter, möglichst mit kaufmännischer Erfahrung", betont Schraag. Sobald die Planung konkretere Züge angenommen hat und die Gründung der Genossenschaft näher rückt, soll es eine Infoveranstaltung für alle interessierten Bürger geben. "Dann suchen wir natürlich auch viele Genossenschaftsmitglieder", sagt Schraag.
Wer jetzt bereits Feuer für das Projekt gefangen habe, könne sich bei ihm melden und in eine Interessentenliste eintragen lassen.
Weitere Informationen: Andreas Schraag, Telefon 07403/2 22 99 02 oder E-Mail: a.schraag@gmx.de


