Zimmern Weichen im Pflegebereich werden neu gestellt

Schwarzwälder-Bote, 28.06.2012 21:01 Uhr

Von Gustav Kammerer Zimmern-Stetten. Die im März neu gewählte Vorstandschaft des Krankenpflegevereins Stetten hat in kürzester Zeit ganze Arbeit geleistet und die längst fällige Reform des Krankenpflegevereins in die Wege geleitet, um den Verein mit neuem Leben zu erfüllen. In der hierzu vom Vorsitzenden Karl Schmider einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung im Haus St. Maria, die gut besucht war, wurden die Weichen neu gestellt.

So ist nun die Sozialgemeinschaft – Nachbarschaftshilfe Stetten die Nachfolgegemeinschaft des Krankenpflegevereins und organisiert künftig unter anderem die Nachbarschaftshilfe. Träger ist wie bisher die katholische Kirchengemeinde St. Leodegar in Stetten. Vorsitzender Karl Schmider stellte den neuen Flyer vor und erläuterte die Aufgaben der Fördergemeinschaft, die sich vor allem im Bereich der Haushaltsdienste und Hauspflegedienste bewegen.

Anschließend erläuterte Gustav Kammerer die rechtliche Situation. Seinem Antrag auf Aufhebung der bisherigen Satzung des Krankenpflegevereins von 1979 wurde einmütig entsprochen. Dann stellte er die von ihm in Absprache mit dem Träger und der Diözese Rottenburg-Stuttgart neu erstellte Satzung vor. Sie wurde einstimmig beschlossen.

Ortsvorsteher Gerhard Wodzisz begrüßte die Veränderungen und dankte allen, die Verantwortung übernommen haben. Birgit Kramer und Uwe Sakautzki wurden auf zwei Jahre zu Kassenprüfern gewählt. Karl Schmider stellte Edith Jauch als Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe vor. Vertreterin ist Doris Schneider. Der neue Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen: Karl Schmider Vorsitzender, Paul Jauch Stellvertreter, Doris Schneider Kassiererin, Paula Schmider Schriftführerin, Willi Kramer und Margareta Heth weitere Mitglieder. Weiter gehören Pfarrer Anton Cingia und Einsatzleiterin Edith Jauch dem Vorstand Kraft Amtes an.

Cingia dankte allen, die sich in der Sozialgemeinschaft – Nachbarschaftshilfe engagieren. Er freue sich, dass nun für die Zukunft eine gute Lösung gefunden wurde und sicherte seine Unterstützung zu.

Dann gab die Geschäftsführerin der Sozialstation St. Martin Dunningen, Claudia Benner, wertvolle Fachimpulse und stellte die Schwerpunktaufgaben der Sozialstation vor: Ambulante Pflege, Tagespflege und Familienpflege. Alle Aufgaben werden von 40 Fachkräften wahrgenommen, wobei das jeweilige Pflegeprogramm im ambulanten Bereich individuell in enger Abstimmung mit Ärzten und Angehörigen erfolgt. Ausführlich ging Claudia Benner auf die weitere Reform zur Pflegeversicherung, das Pflege-Neuausrichtungsgesetz, ein, das 2013 in Kraft treten soll. Dabei stellte sie folgende Schwerpunkte der Änderungen vor: Förderung neuer Wohnformen, verbesserte Pflegeleistungen für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz; Beitragserhöhung um 0,1 Prozentpunkte; Wahlfreiheit zwischen Leistungskomplexen und Zeitkontingenten; Reform des Begutachtungsprozesses durch den medizinischen Dienst; Stärkung der Rehabilitation von Angehörigen und Patienten sowie Verbesserung der medizinischen Versorgung in Pflegeheimen. Sie erhielt viel Applaus.

 
 
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