
Zimmern o. R. Familienbesucherin Ilka Dinger freut sich auf ihren nächsten Termin. Noch ein Blick in die Handtasche: ein kleines, bunt verpacktes Geschenk, Unterlagen und Notizen mit den wichtigsten Informationen dürfen nicht fehlen.
Erst seit kurzer Zeit haben Familien mit Neugeborenen in Zimmern sowie Horgen, Flözlingen und Stetten die Möglichkeit, sich beraten zu lassen.
Ilka Dinger und Christine Müller haben sich bei einer Weiterbildung am Uniklinikum Ulm qualifiziert. "Die Fortbildung wurde durch die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg gefördert. Dabei musste sozialpädagogisches oder medizinisches Vorwissen vorhanden sein", erklärt Ilka Dinger, ausgebildete Erzieherin. Inhalte der Qualifikation waren unter anderem die Organisation von Familienbesuchen, Entwicklungspsychologie, aber auch Fördermöglichkeiten für Familien.
Das Angebot der Familienbesucherinnen ist Teil des Konzepts des Zimmerner Familienzentrums, das von Uta Digeser geleitet wird. "Für uns war es wichtig, dass die Eltern die erste Zeit mit ihrem kleinen Schützling genießen können. Wir möchten dabei begleitend und betreuend zur Seite stehen", betont die Pädagogik-Managerin.
"Wir möchten die Familien über die vielfältigen Angebote in unserer Gemeinde informieren und ihre Wünsche und Anregungen aufnehmen", betonen auch die ehrenamtlichen Familienbesucherinnen. Auch das nötige Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen würden dazu gehören, um die Beratung individuell gestalten zu können.
Ilka Dinger ist bei ihrer Besuchsfamilie angekommen. Jochen und Mirijam Irion begrüßen sie mit ihrem jüngsten Nackkömmling auf dem Arm, Jonas ist gerade zehn Wochen alt. Die Familienbesucherin erkundigt sich, wie es der Familie geht und fragt auch nach dem Betreuungsbedarf.
Gespannt packen Mirijam und Jochen Irion das kleine, bunte Päckchen aus. Es sind zwei handgestrickte Babysöckchen. "Sie sind von einer Zimmerner Bürgerin gestrickt worden", erzählt Ilka Dinger.
Schon nach kurzer Zeit habe es viele positive Rückmeldungen zum Projekt "Familienbesucherinnen" bei der Gemeinde gegeben.
"Die jungen Familien schätzen dieses Angebot sehr", berichtet auch der Zimmerner Bürgermeister Emil Maser. Oftmals seien sie über das breit gefächerte Angebot der Gemeinde für Familien überrascht.
"Es stimmt, wir haben in den letzten Jahren viel für unsere Familien investiert. Ich denke da an den Ausbau der Kinderbetreuung, beispielsweise durch die Kinderkrippen oder die Ganztagsbetreuung an der Grund- und Hauptschule Zimmern und an der Grundschule in Stetten", fasst der Bürgermeister zusammen.
Weitere Informationen: Uta Digeser vom Familienzentrum informiert über die "Familienhelferinnen" unter der Telefonnummer 0741/92 91 33.