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Von Kathrin Kammerer
Zimmern o. R. Ein Jahr Pause hat dem Zimmerner Bürgerball keineswegs geschadet. Die Turn- und Festhalle war bei der nunmehr 48. Auflage wieder gewohnt gut gefüllt. Mit Sketchen, Gesang und einigen Tänzen verschafften die Narrenzunftler dem Publikum einen kurzweiligen Abend.
Eine Menge flotter Matrosen tummelten sich am Samstag in der Zimmerner Turn- und Festhalle, auch viele andere bunt und fantasievoll kostümierte Gestalten waren zu entdecken. Nachdem der Bürgerball im vergangenen Jahr auf Grund des plötzlichen Todes von Konrad "Konne" Teufel abgesagt worden war, konnte Zunftmeister Daniel Rühle zur 48. Auflage unter dem Motto "Hamburg" wieder zahlreiche närrische Gäste in der Halle begrüßen.
Als der Musikverein die ersten Töne des Narrenmarsches erklingen ließ, juckten da nicht nur die Narren des lebenden Bildes gut gelaunt durch die Halle auf die Bühne – auch das Publikum hielt es kaum noch auf den Stühlen.
Frank Krause führte als waschechter Hamburger gewitzt durchs Programm. Gemeinsam mit Günther "Kopfe" Kopf lockerte er die Stimmung in der Halle durch kleine Sketche aus dem hohen Norden auf.
Narrenstücke aus dem Dorfgeschehen fand man dieses Jahr keine im Programm, doch zu lachen gab es trotzdem eine ganze Menge. Denn seinen besonderen Charme zieht der Ball vor allem aus der Dorfbekanntheit der Akteure – was "Kopfe", Carmen Haas, Alexander Hirt und Christoph Leichtle bei ihrer Einlage bewiesen.
Die jüngeren Narrenzünftler (Fabian Maier, Tobias Heggenberger, Daniel Rühle, Sebastian Pfahler und Mario Teufel) bewiesen bei der "Juke-Box", einem musikalischen Zusammenschnitt, mimisch große Klasse und waren sich für keinen Spaß zu schade. So gaben sich die fünf als Elvis, die Backstreet-Boys, die Spice Girls und die Toten Hosen auf der Zimmerner Bühne die Klinke in die Hand.
Die Zunft-Ausschussmitglieder gingen als Schwaben-Chor auf ein weiteres Dorfunikat ein: den Dönerladen Bosporus und seinen Besitzer Dede. Kurzerhand wurde "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" umgetextet und folgende Zimmerner Neudichtung ergab sich: "Dort im Bosporus nachts um halb eins, ob du ’n Döner hast oder hast kein, Hungern brauchst du nicht, denn der findet sich, dort im Bosporus nachts um halb eins. Wer noch niemals in lauschiger Nacht, hat beim Dede ‘ne Einkehr gemacht, ist ein armer Wicht, denn er kennt ihn nicht, diesen Döner vom Dede bei Nacht."
Der Schwarzlichttanz der Narrenzunftfrauen, die zwei Auftritte der "Monday Dancers" aus Hausen und die als Blumen verkleideten Mädels des Zimmerner Narrenzunftbalettes rundeten das Programm tänzerisch ab.
Bei den acht hübsch zurechtgemachten Zimmerner Tänzerinnen bedankte sich Zunftmeister Daniel Rühle besonders, denn sie gehören seit nunmehr elf Jahren fest zum Bürgerballprogramm. Die Band "Traumtänzer" sorgte für Stimmung in den einzelnen Pausen, und bis in die frühen Morgenstunden vergnügten sich die Gäste dann in der Bar und beim Tanz auf der Bühne.