Von Markus Adler Wolfach. "Wir bewegen uns in einem gesunden guten Fahrwasser nach einem turbulenten Jahr", zogen Vorstandssprecher Martin Heinzmann und Oliver Broghammer Bilanz. Die Volksbank Kinzigtal rüstet sich aber für schwieriger werdende Rahmenbedingungen. "Wir erwarten in den nächsten ein bis zwei Jahren ein weiterhin niedriges Zinsniveau – da wird es für die Banken schwerer, Geld zu verdienen", prognostiziert Martin Heinzmann. Trotzdem befindet sich die Volksbank Kinzigtal auf Wachstumskurs: 572 neue, insgesamt 17 449 Mitglieder bei stagnierender Einwohnerzahl sind ein gutes Ergebnis.

"Das Geld, das uns der Kunde bringt, bringen wir wieder ein", verweisen Heinzmann und Broghammer auf den "Kreislauf" zwischen Einlagen bei der Volksbank und den bewilligten Krediten. "Wir haben Marktanteile gewonnen", freut sich das neue Führungsduo in seinem ersten Jahr nach dem Ausscheiden von Werner Schmitt.

Die Bilanzsumme ist für die beiden Bankvorstände nicht der alleinige Indikator, dass ihre Genossenschaftsbank für die Kunden da war. Ein Kreditvolumen von 74 Millionen Euro hat die Volksbank 2012 bewilligt – 1271 für Privatleute und 287 für Gewerbetreibende. 1160 neue Bausparverträge mit einem Volumen von 32,22 Millionen Euro können sich ebenso sehen lassen wie 932 neuen Lebensversicherungen mit 17,1 Millionen Euro an Volumen.

u Bilanzsumme: 538 Millionen Euro (plus neun Millionen Euro); betreutes Kundenkreditvolumen: 428,19 Millionen Euro (plus 4,1 Prozent); betreutes Kundenanlagevolumen: 657,76 Millionen Euro (plus 5,8 Prozent); betreutes Kundenvolumen: 1,086 Millarden Euro; Betriebsergebnis: 3,78 Millionen Euro (plus 0,7 Prozent); Dividende: 6,5 Prozent (unverändert); Mitarbeiter: 181; Mitglieder: 17 449 (puls 572); geplante Investitionen 2013: Umbau der Geschäftsstelle in Oberwolfach (geschätzte Kosten: 350 000 Euro).