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Wolfach Mit bibliophiler Kostbarkeit

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Pfarrer Stefan Voß ist umringt von den Türen, an denen die Besucher ihre eigenen Thesen anschlagen können. Der Haupt-Initiator des Fests der Reformation zog auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten ein positives Resümee. Foto: Jehle

Welche Thesen würde Martin Luther heute an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg nageln? Sieben evangelische Gemeinden haben am Sonntag im Wolfacher Schlosshof das Reformationsjubiläum gefeiert und nicht nur zu dieser Frage geistliche Impulse gegeben.

Wolfach . Viele Besucher sind der Einladung der Kirchengemeinden des Kinzigtals zum Sommerfest gefolgt. Mit einer Abschluss-Andacht endete das siebenstündige Sommerfest. Haupt-Initiator der Veranstaltung Voß, zog auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten ein positives Resümee. Er sei sehr dankbar über die unkomplizierte Unterstützung der Stadt Wolfach. "Schön ist, dass sich die evangelischen Kirchengemeinden des oberen Kinzigtals auf dieses gemeinsame Sommerfest eingelassen haben", freute sich Voß.

Im Eingangsbereich war an diesem Tag eine bibliophile Kostbarkeit zu bewundern, die die Haslacher Kirchengemeinde für das Fest zur Verfügung gestellt hatte: eine Luther Bibel, 1650 gedruckt in Lüneburg.

Nebenan warteten Türen, die die Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell aufgestellt hatte, und die die Besucher dazu einluden, eigene Thesen anzuheften. Ein Verfasser wünschte sich, dass "Kirche im Gegensatz zur sachlichen Arbeitswelt Gemüt und Seele berühren" solle.

Schon früh füllte sich der Schlosshof, um an dem Gottesdienst teilzunehmen, den der Wolfacher Pfarrer Stefan Voß abhielt. In seiner Predigt stellte Voß drei Thesen auf, deren erste lautete: Die Kirche ist immer auf dem Weg und es kann kein Ausruhen geben, auf dem, was früher einmal gut gewesen ist. Exemplarisch dafür nannte Voß den Umgang mit der Schöpfung, der auch eine geistige Dimension habe. "Es geht nicht nur darum, selbst gut zu leben," so der Pfarrer und betonte, dass die Welt in der wir leben, uns nicht gehöre und einen sorgsamen Umgang erfordere.

Frei sein oder fühlen

Weiterhin thematisierte der Pfarrer den Unterschied zwischen sich "frei fühlen" und "frei sein" sowie den Begriff der Menschenwürde. Ab Mittag gab es zu jeder vollen Stunde einen geistlichen Impuls der Pfarrer von den mitwirkenden Kirchengemeinden.

Das ökumenische Miteinander funktioniere heute, stellte der Gutacher Pfarrer Mirko Diepen fest. Es seien viele Schritte der Versöhnung getan worden. "Das Evangelium ist als Gemeinschaft zu erleben, denn sonst bleiben nur Worte", so Diepen.

Das sehr gelungene Sommerfest beeindruckte auch mit den musikalischen Beiträgen des Posaunenchors Schiltach/Hornberg unter der Leitung von Anna Myasoedova und des Ensembles "AchtGesang" unter der Leitung von Kathrin Krichel sowie der jungen Hornberger Kirchenband "Lobpreis".

Straße voller Spiele

Auch an die Kinder hatten die Veranstalter gedacht. Mitarbeiter der einzelnen Kirchengemeinden hatten eine Spielstraße, die das Leben Luthers nachzeichnete und ein Monopoly aufgebaut. Einige Besucher blieben weit länger als geplant, weil sie die einzelnen Redner hören wollten, andere kamen gezielt am Nachmittag zu den Taizé-Gebeten in der Schlosskapelle.

INFO

Redner des Fests

Die Redner des Sommerfests waren: Gutach: Pfarrer Mirko Diepen; Haslach: Pfarrer Christian Meyer; Hausach: Pfarrerin Imke Diepen; Hornberg: Pfarrer Thomas Krenz, Kirnbach/Schiltach/Wolfach: Pfarrer Stefan Voß und Dekan Frank Wellhöner vom Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau.

 
 

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