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Wolfach "Baden-Württemberg ist heute ein Windkraftland"

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Sprechen über Windkraft und die Energiewende im Wolfacher Rathaus: Sandra Boser (von links nach rechts), Franz Untersteller, Thomas Geppert und Matthias Bauernfeind. Foto: Steitz Foto: Schwarzwälder-Bote

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Wolfach/Oberwolfach . Dass die Windkraft eine schwierige Thematik ist, war den vier Gesprächspartnern am Montagnachmittag bewusst. Franz Untersteller, der baden-württembergische Minster für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (Grüne), hatte den Wolfacher Bürgermeister Thomas Geppert und Oberwolfacher Bürgermeister Matthias Bauernfeind im Sitzungssaal des Wolfacher Rathauses besucht.

Initiiert hatte dies Sandra Boser, die Landtagsabgeordnete der Grünen. Sie hatte Untersteller dazu eingeladen. Boser war es wichtig, über die Energieeffizienz und die Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort zu sprechen.

Am liebtsten hätte Geppert von Untersteller einen Blick in die Glaskugel bekommen, welchen "substanziellen Beitrag" die Verwaltungsgemeinschaft Wolfach/Oberwolfach leisten solle, falls der Gütschkopf als Windkraftstandort ausfiele. "Der Gütschkopf ist im Moment ein großes Fragezeichen", beklagte er. Sein Kollege Bauernfeind, auf dessen Gemarkung sich der Gütschkopf befindet, merkte an: Wenn manche Standorte für Windkraftanlagen zunehmend nicht infrage kämen, dann stünde die Verwaltungsgemeinschaft irgendwann vor einem "Scherbenhaufen". Untersteller wollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und blieb bei seiner Prognose vorsichtig. Diesen Monat würde das Regierungspräsidium (RP) Freiburg entscheiden, ob der Gütschkopf als Balz- und Brutgebiet des Auerhuhns als Windkraftstandort aufgrund der Funde vom 23. Juni 2016 (wir berichteten) ausfiele. Bei weiteren Aussagen "befinden wir uns auf Glatteis" , so der Minister, er könne nicht sagen, wie der "substanzielle Beitrag" für Wolfach und Oberwolfach aussehe.

Boser sprach sich für ein Energieforum im Wolftal aus. Es bräuchte einen neutralen Experten, der sich besonders mit Artenschutz auskenne und Vor- und Nachteile aufzeigen könnte. Ihrer Erfahrung nach sei das Gespräch von Windkraftgegnern nicht immer erwünscht und Diskussionen würden meist intern geführt. Untersteller fand Bosers Vorschlag gut und sagte­: "Ich nehme es gern mit".

Gleichzeitig bekannte der Minister aber auch "Wir kommen gar nicht umhin – ohne die Windkraft zu nutzen" sowie "Baden-Würrtemberg ist heute Windkraftland." Gab es früher nur elf Anlagen im Gebiet, so waren es 2015 insgesamt 53 neue Windräder, die ans Netz gebracht wurden. Im vergangenen Jahr kamen 120 Windkraftanlagen hinzu und die einzelne Leistung an Megawatt nehme beträchtlich zu. "Und dieser Trend wird sich fortsetzen", fuhr Untersteller fort.

Das Land könne gar nicht so viel Energie erzeugen, wie verbraucht würde. 80 Milliarden Kilowattstunden benötigten die Baden-Würrtemberger pro Jahr, aber nur 59 Milliarden könnten sie selbst beisteuern. Als Alternative zur Windkraft könnte auch die Wasserkraft nicht betrachtet werden, so Untersteller. Dieser Ertrag könne die erhoffte Energierettung nicht erreichen.

 
 

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Melanie Steitz

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