Wohnhäuser zu groß Opfern des Bauskandals winkt Hilfe

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Am Mittwoch treffen sich in Zazenhausen zahlreiche Geschädigte vor ihren halbfertigen Häusern und geben der Presse Auskünfte zum Bauskandal und zum zwangsweisen Baustopp. Foto: Max Kovalenko

Stuttgart - Der Bauskandal im Stuttgarter Stadtteil Zazenhausen, den unsere Zeitung aufgedeckt hat, erregt über die Stadtgrenze hinaus Aufsehen. Am Mittwoch haben mehrere TV-Sender die Betroffenen befragt. Dank der öffentlichen Aufmerksamkeit kommt nun Bewegung in den vertrackten Vorgang. Am Freitag will der Stuttgarter Gemeinderat nach Lösungen suchen. Das haben die Fraktionsvorsitzenden Alexander Kotz (CDU) und Roswitha Blind (SPD) den geschädigten Bauherren zugesagt.

Mitarbeiter des Baurechtsamts hatten bei einem außerordentlichen Kontrollgang auf der Baustelle im September massive Verstöße gegen die genehmigten Pläne festgestellt. Für das im Frühjahr 2012 begonnene Projekt folgte ein Baustopp. Bei zwölf Doppelhaushälften war die erlaubte Länge, bei sechs Doppelhaushälften und einem Einzelhaus die genehmigte Höhe überschritten worden. Als Hauptverantwortliche für die Misere sehen etliche Bauherren die Stuttgarter Firma PP Bauconsulting GmbH.

Wir werden den Mann verklagen“, sagt ein Bauherr

Zumindest den zu langen Gebäuden droht der Teilabriss. Die Kommunalpolitik würde dies gerne vermeiden. Der Gemeinderatsausschuss Wirtschaft und Wohnen berät den Fall am Freitag. Danach müsse die Vollversammlung des Stadtparlaments über eventuelle Hilfen entscheiden, sagte Alexander Kotz, bat die Geschädigten aber um Geduld. Die SPD möchte die Verantwortlichen, soweit möglich, zur Rechenschaft ziehen.

Einige Geschädigte wollen anwaltlichen Rat einholen und gegen den Chef von PP Bauconsulting gerichtlich vorgehen. „Wir werden den Mann verklagen“, so ein Bauherr. Die Maklerin, die die Objekte angeboten hatte, und der heutige Chef von PP Bauconsulting sind miteinander verheiratet.

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