Region - Der Winter ist zurück: Heftige Schneefälle sorgten gestern für chaotische Verhältnisse auf den Straßen. Der Schwarzwald-Baar-Kreis, der Kreis Rottweil und der Kreis Tuttlingen wurden besonders hart getroffen.

Der Schneefall brachte gestern Nachmittag unter anderem den Verkehr in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis), auf der B 33 bis nach Peterzell und Mönchweiler und in Richtung Villingen total zum Erliegen. Auf schneeglatten Straßen bildeten sich kilometerlange Staus, während in wenigen Stunden 20 Zentimeter Schnee fielen.

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Die Räumfahrzeuge kamen phasenweise nicht durch. Bei der Polizeidirektion in Villingen-Schwenningen gingen ununterbrochen Notrufe ein, auch von Autofahrern, die im Schnee stecken geblieben waren. Während der stockende Verkehr auf der B 33 bis nach Triberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Hornberg (Ortenaukreis) in Richtung Offenburg und nach Tennenbronn in Richtung Schramberg (Kreis Rottweil) reichte, blieb es bis zum Abend am Randenaufstieg bei Blumberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) ruhig. Auch in Furtwangen im Hochschwarzwald floss der Verkehr, obwohl die Schneefälle dort schon um 9 Uhr begonnen hatten.

Im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis ereigneten sich bis zum späten Abend ungefähr zehn Unfälle mit Blechschaden, wobei keine Personen verletzt wurden.

»Chaotische Verhältnisse« herrschten nach Mitteilung der Polizei im Kreis Tuttlingen. Einen Verletzten forderte ein Unfall zwischen Böttingen und Wehingen. Bei der Polizeidirektion Tuttlingen gingen binnen 90 Minuten »zahllose Meldungen über Verkehrsbehinderungen, meist verursacht durch querstehende Lastwagen« ein. Am stärksten betroffen waren Steigungs- und Gefällstrecken im Kreis Tuttlingen, wie zum Beispiel die B 523 mit dem Konzenberg und die alte Trasse der B 311.

Auch auf dem Heuberg ging nichts mehr. Der Verkehr stand am Albaufstieg von Schömberg in Richtung Deilingen, an der Gosheimer Steige von Gosheim in Richtung Böttingen sowie auf der K 5913 von Spaichingen in Richtung Schura.

In Schramberg (Kreis Rottweil) ging nach einem blizzardähnlichem Wintergewitter kurz vor 14 Uhr auf den Straßen ebenfalls fast gar nichts mehr. In einer knappen halben Stunde fiel so viel Schnee, dass alle Straßen aus dem im Tal gelegenen Schramberg auf die Höhen ringsum durch quer stehende oder rutschende Lastwagen blockiert waren. Die Straßenmeisterei Sulgen war zwar mit allen Fahrzeugen auf den überörtlichen Straßen im Einsatz, doch das reichte aufgrund des massiven Schneefalls nicht aus. Der Schnee wurde schnell zu einer eisigen Schicht gepresst, auf der die Autos und speziell die Lastwagen am Berg nicht mehr vorwärts kamen.

Aus diesem Grund versuchte die Polizei dann auch mit einer Sperrung der Bundesstraße für Lastwagen die Lage in den Griff zu bekommen. Blockweise mussten die Trucks noch in der Tallage warten, doch irgendwann wurde auch der Parkraum entlang der Straße knapp. Schließlich sollte der Personenverkehr noch irgendwie an den haltenden Lastwagen vorbeigeleitet werden.

Der sich immer stärker abzeichnende Stau auf der Bundesstraße 462 und der weitere Schneefall brachte schließlich den Verkehr in der kompletten Schramberger Innenstadt bis zum späten Nachmittag zum Erliegen. Betroffen war auch der komplette Personennahverkehr. Damit die Schüler nicht bei Schneefall auf die im Stau steckenden Busse warten mussten, beschloss das Gymnasium kurzfristig in Abstimmung mit der Südbadenbusgesellschaft, die Schüler am Nachmittag eine Stunde länger in der Schule zu behalten.

Im Raum Freudenstadt blieben wegen des Schnees einige Lkws liegen. Besonders auf den Steigungsstrecken entstanden lange Schlangen. Die Bundesstraße 28 in Richtung Bad Griesbach wurde zeitweise gesperrt, weil ein Lkw sie blockierte.

Zu enormen Verkehrsbehinderungen kam es zudem auf der B 31im Höllental bei Freiburg. Zwischenzeitlich bildete sich m Eingangsbereich des Tals ein Rückstau bis auf die Höhe von Kirchzarten (Breisgau-Hochschwarzwald). Für Lkw bestand Schneekettenpflicht. Die Räumfahrzeuge waren den ganzen Tag im Dauereinsatz.
 

 
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