Wildberg Zuhörer wollen keinen Ton verpassen

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Premiere in der Marienkirche: Das Ensemble Klangkunst stellte in Effringen sein neues Programm vor. Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Mit einem gesungenen "großen Geheimnis", dem "O magnum mysterium", ließen sich zahlreiche Konzertbesucher auf die Adventszeit einstimmen. Sie lauschten dem Ensemble "Klangkunst" in der Effringer Marienkirche.

Wildberg-Effringen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts komponierte Francis Poulenc "Quatre motets pour le temps de Noel". Das 2010 gegründete Ensemble "Klangkunst" machte es zum Kern seines Adventskonzertes und setzte dieses unter das Motto "O magnum mysterium" – was dem Titel der ersten der vier Motetten in Poulencs Werk entspricht. "Quem vidistis pastores", "Videntes stellam" und "Hodie Christus natus est" machten das Gesamtwerk komplett. Wie ein roter Faden zogen sich die einzelnen Motetten durch das Programm, verteilt auf das ganze Konzert und zeitlich getrennt von einander vorgetragen. Dies brachte einen gewissen Charme mit sich, als warte das Publikum stets gespannt und auf eine Fortsetzung, könne es kaum erwarten, noch mehr hiervon zu hören.

Darüber hinaus gehörten bekannte weihnachtliche Lieder zum Programm. "Es ist ein Ros’ entsprungen", "Kling, Glöckchen, klingelingeling", "Ein Kind ist uns geboren" und "Machet die Tore weit" ließen Adventsstimmung aufkeimen.

In den englischen Sprachraum bewegte sich das Konzert mit "A quiet place" von Ralph Carmichael, Herbert Howells "A spotless rose" sowie David Willcocks "Away in a manger". Der musikalische Fokus von "Klangkunst" liegt im A-Capella-Bereich von der Renaissance bis zur Moderne, wie auch in diesem Programm deutlich zu spüren war.

Während des gesamten Konzerts stand das Ensemble im Halbkreis vor den Kirchenbänken, unter der hohen, kunstvoll verzierten Decke der Marienkirche, schlicht und elegant gekleidet, voll und ganz auf den Gesang konzentriert. Ein Anblick, der den ohnehin überwältigenden auditiven Eindruck zusätzlich unterstrich. Die geübten Stimmen, die dieses Konzert so unvergesslich machten, gehören Tabea Schmidt (Sopran), Svenja Anika Grotz (Sopran), Mirjam Scheider (Alt), Daniel Raschinsky (Bariton) und Felix Schuler-Meybier (Bass) – Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland, die an der Musikhochschule Stuttgart zusammengefunden haben – und Tristan Meister (Tenor), der aktuell seinen Master im Dirigieren in Mannheim macht, einige Sänger des Ensembles bei einem Kurs kennenlernte und vor ungefähr drei Jahren dazu stieß.

Sechs Sänger, die selbst oft gehörten Stücken neuen Glanz verliehen und mit ihren Stimmen jeden Winkel der Kirche erreichten. Das Publikum schien währenddessen mit angehaltenem Atem zu lauschen, um bloß kein Wort und keine Note zu verpassen – "großes Geheimnis", große Sänger, großer Erfolg bei der Zuhörerschaft.

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