
Von Manuel Hunkenschröder
Wildberg-Sulz. Wie man seinen Ehefrauen einen Traumurlaub so richtig schön versauen kann, zeigte die Theatergruppe des SV Sulz bei der Premiere des Lustspiels "Mit Schlafsack und Kamillentee oder der Traumurlaub".
Da Gottfried (gespielt von Arnd Röhm) und sein bester Freund Oswald (Jürgen Schmid) zu geizig sind, ihren Ehefrauen einen Trip mit einer Luxusfähre zu finanzieren, imitieren sie ein Radiogewinnspiel und lassen die Frauen eine Woche Urlaub auf dem Wildberger Campingplatz gewinnen. Diese wollen sich das natürlich nicht gefallen lassen, und revanchieren sich mit Campingübungseinheiten im Wohnzimmer.
Nachdem am Samstagnachmittag bereits die Bewohner der umliegenden Altersheime und die Arbeiter der Behindertenwerkstätten der Umgebung die Generalprobe kostenlos ansehen durften, war die Premiere mit mehr als 200 Besuchern restlos ausverkauft. Beim SV Sulz ist man mit der Resonanz äußerst zufrieden: "Es ist toll, ein volles Haus zu haben", bemerkte Andreas Fuchs, der sich für die Technik verantwortlich zeigte und fügte hinzu: "Gerade wenn man bedenkt, dass wir in Effringen qualitativ hochwertige Konkurrenz mit dem gleichen Stück hatten."
Reichlich lokale Bezüge im Stück eingebaut
Rundherum glücklich war auch Regisseur Andreas Pietsch, der vor der Premiere noch einige Zweifel hatte. "Auch bei den letzten Proben hatten wir immer noch Fehler drin; die Premiere klappte aber perfekt", freute er sich. Dass während der Aufführung die Zuschauer in lautes Gelächter ausbrachen, sieht Andreas Pietsch auch in den Leistungen der Darsteller begründet: "Einen derben Witz raus zu hauen, ist nicht schwer, aber den subtilen Humor dieses Stückes rüberzubringen, bedarf schon einer guten schauspielerischen Leistung". Auch an lokalen Bezügen ließ es die Schauspieltruppe nicht fehlen: So plante beispielsweise Hypochonder Gottfried stets den Wildberger Arzt Dr. Walz aufzusuchen, "wenn es mal wieder zu arg im Bauch zwickte".
Auch das gastronomische Drumherum kam gut an. Dass eine solche Veranstaltung ohne die Unterstützung des gesamten Vereins niemals zu stemmen gewesen wäre, ist man sich bei der Sulzer Theatergruppe bewusst: "Unser besonderer Dank gilt allen freiwilligen Mitarbeitern und Helfern, egal ob an der Kasse oder in der Küche; ohne sie wäre diese Premierenraufführung nicht möglich gewesen", betonte Andreas Fuchs. "Es ist schön zu sehen, dass unser Theaterabend so vielen Menschen so viel bedeutet", fügte er hinzu.