
Von Tim Geideck
Wildberg. Feuertaufe bestanden: Seit einem Jahr ist Henning Wittig Vorsitzender des Wildberger Schwarzwaldvereins. Bei seiner ersten Hauptversammlung als Hauptverantwortlicher honorierte der gebürtige Magdeburger vor allem das Engagement seiner Mitstreiter: "Ein Jahr als Beisitzer im Vorstand und als Cheffe sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Hier möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitgliedern, insbesondere bei der Vorstandschaft für die Unterstützung in allen Belangen bedanken. Ohne eure Hilfe hätte es heftig im Vereinsgetriebe geknirscht."
In der Wildberger Krone ließ Wittig ein ereignisreiches Jahr Revue passieren, das von einem gut besuchten Herbstfest bis hin zu einer erneuten Teilnahme am Sommerferienprogramm reichte. Einen Höhepunkt stellte die Kleeblattwanderung im September zusammen mit den Schwarzwaldvereinen aus Sulz am Eck und Gültlingen sowie der Stadt Wildberg dar. Bei der fünften Auflage konnten sich die Organisatoren erneut über steigende Teilnehmerzahlen freuen, womit für Wittig klar ist: "Wir werden diese Wanderungen auch künftig anbieten." In Abstimmung mit der Stadt wolle man allerdings noch über alternative Routenführungen sprechen, um für mehr Abwechslung zu sorgen.
Mitgliederzahl ist auf 170 gesunken
Weniger erfreulich gestaltet sich die Entwicklung der Mitgliederzahl beim Schwarzwaldverein, die zum 1. Januar auf 170 gesunken ist. Um den Abwärtstrend zu stoppen, hat Wittig vor allem 45- bis 50-Jährige im Blick: "Ich denke, das wird die Klientel, die wir ansprechen müssen, um wieder mehr Mitglieder zu gewinnen."
Um auch jenen Mitgliedern eine Plattform zu bieten, die alters- oder gesundheitsbedingt nicht mehr an Wanderungen teilnehmen können, aber dennoch am Vereinsleben teilnehmen wollen, lädt der Schwarzwaldverein seit Dezember 2010 an jedem ersten Dienstag im Monat zur geselligen Runde in sein Vereinsheim "Gfriere". Die Resonanz ist hoch: Zu den bislang zwölf Treffs kamen insgesamt 281 Mitglieder. 155 davon nahmen sogar an der vorausgehenden Kurzwanderung teil.
Bei den anstehenden Wahlen gelang es dem Schwarzwaldverein nicht, einen Kandidaten für das nach wie vor unbesetzte Amt des zweiten Vorsitzenden zu finden. Wiedergewählt wurden Herbert Bantle als Fachwart für Heimatpflege, Wally Dengler als Beisitzerin und Waldemar Prause als Kassenprüfer. Wolfgang Beck löst Kurt Schaible als Wanderwart ab.
Für 60 Jahre lange Mitgliedschaft im Schwarzwaldverein wurde Wolfgang Wochele geehrt sowie Matthias Hölzel für 40 Jahre.