Wildberg - Stillstand gibt es bei der Feuerwehr nicht. Immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, ist für Einsätze wichtig. Neues Wissen wurde beim Führungskräfteseminar vermittelt."Es geht um Fort- und Weiterbildung sowie darum, Neues zu lernen", erklärte Eberhard Fiedler, Kommandant der Wildberger Feuerwehr und damit Schirmherr der Veranstaltung.

Rund 40 Zug- und Gruppenführer der Wildberger Gesamtwehr sowie Gäste der Wehren Gechingen, Teinach-Zavelstein, Ebhausen-Wenden, Simmozheim, Neubulach und Calw waren angereist.

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Die Themen waren vielfältig: Jürgen Esslinger aus Gechingen referierte über die Aufgaben des Gruppenführers von der Alarmierung bis zum ersten Einsatzbefehl, Eberhard Fiedler ergänzte diesen Vortrag mit Hinweisen für Gruppenführer während und nach dem Einsatz, darunter auch die anschließende Einsatzbesprechung und Kritik. Norbert Müller aus Gechingen berichtete über die besonderen Anforderungen bei Lastwagen-Unfällen.

Rund 40 Prozent aller Unfälle fänden nicht auf der Autobahn, sondern Überland statt und könnten somit auch die Wildberger Wehr einmal vor eine Herausforderung stellen. Eine besondere Schwierigkeit bei derartigen Unglücken: Die Lastwagen sind sehr hoch und stabil, was die Personenrettung schwierig macht. Dazu kommen die Ladung und der wesentlich größere Tank eines Lastkraftwagens.

Durch neue Technik entstehen andere Gefahren

Ein weiteres Problem: Die meisten Wehren haben kaum Praxis im Umgang mit Lastwagen-Unfällen, da diese nur schwer für eine Übung zu bekommen sind. Doch die Wildberger haben es geschafft, einige Führerhäuser zum Üben zu besorgen. Im Frühjahr werden die Brandbekämpfer daher zu einer praktischen Übung im Umgang mit Lastkraftwagen zusammenkommen.

Auch Elektroautos stellen die Brandbekämpfer immer wieder vor Probleme. Die neue Technik birgt andere Gefahren und Herausforderungen für die Ersthelfer, weshalb Frank Rentschler von der Wildberger Wehr seine Kameraden über die Besonderheiten der Lithium-Ionen-Batterien aufklärte. Damit auch dies nicht nur trockene Theorie bleibt, begutachteten die Führungskräfte im Anschluss an das Seminar einen Prototypen eines Elektroautos.

Den Abschluss der Vortragsreihe übernahm Eberhard Fiedler mit seinem Bericht über die Rettungssysteme bei Fluggeräten, besonders Ultraleichtflugzeuge. Diese haben zum Beispiel einen Fallschirm, welcher bei einem Absturz den Piloten retten kann.

Doch wird dieser nicht ausgelöst, könnte es passieren, dass der Mechanismus bei den Rettungsarbeiten aktiviert und der Abschussmechanismus am Boden ausgelöst wird und für großen Schaden sorgt.