Von Matthias Buchner Wildberg. Johannes Fünfgeld vom Forstdienst des Landratsamtes hatte gute Nachrichten für den Wildberger Gemeinderat: Nicht nur, dass der Erlös aus dem Stadtwald 2012 um 30 000 Euro üppiger ausfällt als erwartet – auch für 2013 konnte der Forstexperte dem Gremium einen satten Gewinn in Aussicht stellen.Bei der Forsteinrichtung, die in diesem Jahr erfolgte und die zehn Jahre Gültigkeit hat, kamen Gemeinderat und Forstdienst überein, den durchschnittlichen Jahreseinschlag im Wildberger Gemeindeforst von 5500 auf 7100 Festmeter zu erhöhen. Gesagt, getan. Wie Fünfgeld den Stadträten erläuterte, entfiel im ablaufenden Jahr ein Drittel des Einschlags auf so genannte zufällige Nutzung – also keine geplanten Holzfällungen, sondern Hiebe auf Grund von Sturm- und Käferschäden. Allerdings sei es kein Problem gewesen, das so angefallene Holz am Markt unterzubringen. Außerdem wurden zwei größere Straßensicherungsmaßnahmen erledigt – zum einen an der B 463 Richtung Nagold und zum anderen an der L 358 zwischen Fischbachbrücke und Sulz am Eck. Noch lägen nicht alle Abrechnungen vor, doch Fünfgeld stellte dem Gemeinderat einen Gewinn von 156 000 Euro in Aussicht. Eingeplant waren 125 000 Euro.

Treffen Fünfgelds Prognosen ein, darf sich die Stadt Wildberg auch im kommenden Jahr über einen warmen Geldregen aus dem Gemeindeforst freuen. Laut Planung stehen Ausgaben von 319 800 Euro Einnahmen von 494 200 Euro gegenüber, so dass sich der Gewinn auf 174 400 Euro belaufen würde. Der Holzpreis bewege sich nicht mehr auf dem Rekordhoch der vergangenen Jahre, erklärte Fünfgeld, sei aber nach wie vor gut und – vor allem – stabil. Geplant ist, den Anteil der Douglasie am Wildberger Wald zu erhöhen – auf die Hoffnung hin, dass sie mit den klimatischen Veränderungen besser zurecht kommt als beispielsweise die Tanne. Aber auch Rotbuchen und Bergahorne sollen gepflanzt werden.

Stadtrat Karl-Heinz Schaible (CDU) zeigte sich angetan vom Ergebnis des ablaufenden Jahres: "Mehr Geld kann man immer brauchen." Besonders zufrieden stimmte ihn aber, dass "zum ersten Mal überhaupt" die vorgesehenen Werte in den Bereichen Kultursicherung, Kulturvorebereitung, Jungbestandspflege, Verbiss- und Fegeschutz übertroffen wurden.

Dittus: "DieRevierförster haben’sim Griff"

Rolf Läpple signalisierte die Zustimmung der SPD-Fraktion zu den Plänen für 2013. Was die erhofften Erlöse anging, drückte er allerdings auf die Euphorie-Bremse: "Das sieht gut aus, aber wir sollten erstmal abwarten, ob uns Stürme und Käfer keinen Strich durch die Rechnung machen".

Lob kam auch von Rolf Dittus (FWV). Der Wildberger Wald sei in gutem Zustand und gut bewirtschaftet, sagte er und kam zum Schluss: "Die Revierförster haben’s im Griff."

Albert Braun (CDU) mahnte, den Laubbaumanteil nicht zu sehr zu erhöhen. Nadelbäume seien wirtschaftlicher, und es könne nicht im Interesse der Stadt sein, den Wert ihres Waldes zu schmälern.

Nachdem einige Detailfragen geklärt waren, stimmte der Gemeinderat dem Forstwirtschaftsplan für 2013 einstimmig zu.