
Von Manuel Hunkenschröder
Wildberg.Drei Tage lang haben in der Stadthalle Wildberg 25 Hobby-Mannschaften den Stadtmeister im Fußball ermittelt. Nach ihrem dritten Turniersieg in Folge dürfen die "Sulzer Jungs 2" den Pokal nun endgültig in ihre Vitrine stellen.Wenn Mannschaften mit Namen wie Ajax Dauerstramm, SZ Louping Louis oder Glasbier Rangers aufeinandertreffen, ging es neben dem Wettstreit der kreativen Namen vor allem um den Spaß am Fußball: Doch auch wenn beim Hobbyturnier des TSV Wildberg "die Freude an der schönsten Nebensache der Welt" im Vordergrund stand, gab es auch handfeste Preise zu gewinnen. Den Pokal konnten sich die "Sulzer Jungs 2" in einem umkämpften sulzinternen Finale durch ein 5:3 gegen die "Sulzer Jungs 1" sichern und dürfen mit ihrem dritten Turniersieg in Folge den Wanderpokal nun behalten. Der "Women´s Cup" ging an die "Maneater" der Fahrschule Ziegler.
Das Hobbyturnier wurde dieses Jahr bereits zum vierten Mal ausgetragen, und auch in diesem Jahr waren die Reihen voll besetzt. Seit dem Bau der Wildberger Halle sei das Turnier schon eine Art Tradition geworden, sagte Roland Vetter. Der Leiter der Fußballabteilung des TSV Wildberg zeigte sich mit dem Turnierverlauf zufrieden: "Wir hatten ein schönes und friedliches Turnier; nur im Viertelfinale, als es erstmals um etwas ging, sind die Emotionen etwas hochgekocht."
Einige unschöne Aktionen einzelner Spieler im Viertelfinale trübten auch für den Sulzer Benjamin Nixdorf den positiven Gesamteindruck: "Den meisten Mannschaften geht es hier wirklich nur um den Spaß am Kicken, übertriebene Härte geht bei einem Hobbyturnier gar nicht. Bei einem Hobbyturnier sollten eigentlich keine roten Karten nötig sein", sagte Nixdorf. Eine Mannschaft nahm den Kampf um den Einzug ins Halbfinale wohl zu wörtlich und foulte, was untypisch für das Turnier gewesen sei, bei dem es eher um den Spaß als um den sportlichen Ehrgeiz ging. Der Schiedsrichter setzte ein Zeichen und zog die rote Karte.
Ihren Namen können sich die teilnehmenden Mannschaften übrigens frei auswählen. Die Teams sollten dabei allerdings aus Wildberg und den umliegenden Gemeinden stammen. Um den Charakter des Hobbyturniers zu bewahren, ist die Anzahl an Vereinsfußballern, die gleichzeitig auflaufen dürfen, pro Team auf zwei begrenzt.
Neben den regulären Pokalen und Preisen für jedes zehnte Tor wurde auch ein Fairnesspreis ausgelobt, den die Mannschaft "Goliaths Alptraum" entgegen nahm.
Erstmals wurde auch eine reine Frauenwertung eingeführt, nachdem in den vergangenen Jahren die weiblichen Teilnehmer auf die Männerteams aufgeteilt worden waren. Da hier nur drei Mannschaften angetreten waren, wurde eine Mini-Liga mit Vor- und Rückrundenspielen ausgetragen.