
Von Tim Geideck
Wildberg. Ein gut besuchter Jugendtreff, ein geglückter Wechsel im Vorstand und ein positiv nachwirkendes Filmprojekt: Bei seiner Hauptversammlung zog der Trägerverein für die Offene Jugendarbeit in Wildberg eine zufriedenstellende Bilanz.
Mit einem großem Applaus verabschiedeten die anwesenden Mitglieder Elvira BöhrerHauk aus dem Vorstand. Fünf Jahre lang und damit seit Gründung des Trägervereins hatte sie das Amt der zweiten Vorsitzenden inne, das sie nun aus beruflichen Gründen niederlegte. Zu ihrem Nachfolger bestellte der übrige Vorstand den Stadtrat Erhard Schulz. Offiziell gewählt werden soll er erst bei der Hauptversammlung im kommenden Jahr, da Böhrer-Hauks Amtszeit noch ein Jahr währt und sonst eine außerordentliche Mitgliederversammlung hätte einberufen werden müssen.
Ganz nach Plan lief hingegen das Jahr im Jugendtreff. Besonders das Filmprojekt "Das Leben des Anderen", das 2011 zweimal vor vollem Haus in der Stadthalle und im Rathaus gezeigt wurde, wirke positiv nach. "Viele Leute fragen sich immer, was hinter den Mauern des Jugendtreffs passiert. Das hat man durch den Film mal gesehen", sagte die Stadtjugendpflegerin Susanne Gärtner bei der Hauptversammlung.
Geändert haben sich im vergangenen Jahr die Öffnungszeiten im Jugendtreff. Durch einen Generationswechsel bei den Besuchern kommt abends kaum noch jemand, zumal es dann keine Busverbindungen mehr in die Stadtteile gibt. Darauf wurde flexibel reagiert, so dass die gegenüber des Bahnhofs gelegene Einrichtung nun über die Mittagszeit geöffnet hat. Bis zu 30 Jugendliche nutzen dieses Angebot und profitieren dabei unter anderem von einer eigenen Hausaufgaben-Betreuung.
Der Vorsitzende Berndt Lupke freute sich besonders darüber, dass die Jugendtreff-Besucher inzwischen "wesentlich repräsentativer für Wildberg" seien als früher. Längst seien nicht mehr nur die Jugendlichen vom Bahnhof die Zielgruppe. Lupke: "Wir haben uns weiterentwickelt." Auch er machte dafür das Filmprojekt mit verantwortlich.
Zwar hat der Jugendtreff mit einem Rap-Projekt bereits den nächsten großen Fisch an der Angel, dennoch will es Gärtner 2012 etwas gelassener angehen lassen: "Ich merke mehr denn je, dass die Jugendlichen den Jugendtreff brauchen." Ihr Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr daher auf ihrer Präsenz im Jugendtreff.