Von Dieter Block Wellendingen. Der Albverein Wellendingen hatte zum Abschluss seines Jubiläumsjahrs die Einwohner zur Aktion "Kunst und Kultur" in das Bürgerhaus eingeladen. Dazu gehörte auch der Auftritt des Liedermachers Pius Jauch im heimeligen Inneren des Bürgerhauses bei frostigen Temperaturen draußen.

Pius Jauch ist ein noch junger Künstler aus dem tiefsten Schwabenland, der auf schwäbisch, hochdeutsch und italienisch singt und dichtet. Seine Liedtexte behandeln typisch schwäbische Marotten und Gewohnheiten. Zu seinen Liedern gibt er zusätzlich Erläuterungen.

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Mit Vorträgen wie "Madonna von Marbach" oder "Schwarzbrot mit Gsälz" führte er seine Zuhörer in die nostalgischen Urgründe der schwäbischen Seele; dies kam bei den Gästen im Bürgerhaus bestens an. Die schwäbische Sprache wird in diesen Texten wieder lebendig. Thematisch werden Schulerinnerungen, Alltag und natürlich auch das Thema Liebe zu Gehör gebracht. Pius Jauch textet und singt auch hochdeutsch, im schwäbischen Umfeld kam die Mundartvariante naturgemäß besonders gut an.

Reden und Singen, wie einem der Schnabel gewachsen ist, dafür wurde dem aus Bösingen stammenden Künstler erst vor kurzem der "Sebastian-Blau-Preis" verliehen. Diese Ehrung ist eine Art "Oskar" für schwäbische Mundart-Künstler.

Es hätten im Bürgerhaus ruhig noch ein paar Zuhörer mehr sein dürfen an diesem unterhaltsamen Abend, die anwesenden Gäste jedoch zollten viel Beifall. Der Auftritt sprach ihnen offensichtlich voll aus der Seele.

Albvereins-Obmann Waldemar Rapp betätigte sich gekonnt als Organisator und Ansager. Für gute Bewirtung sorgten die Helfer der Albvereins-Ortsgruppe.