Von Thomas Riedlinger Wellendingen. Zahlreiche Kunstinteressierte trafen sich am Wochenende mit Künstlern und Dozenten im Wellendinger Bürgerhaus zur Ausstellung "Kunst und Kultur", die von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins mit der Kunstschule Hohenstein veranstaltet wurde.Im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss des Bürgerhauses zeigten die Aussteller eine Vielzahl von Öl- und Acrylbildern, Zeichnungen oder Skulpturen aus Holz.

Auch wenn sich der Vorsitzende des Albvereins, Waldemar Rapp, ein wenig enttäuscht gab, weil nicht sehr viele seiner Vorstandskollegen aus anderen Vereinen der Einladung zur Eröffnung am Freitagabend gefolgt waren, war der Besuch am Wochenende doch sehr gut.

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Bei der Eröffnung mit geladenen Gästen führte Elke Marina Bäcker, Leiterin der Kunstschule, in die verschiedenen Themen ein. Die Kunstschule habe bei ihrem Umzug vom Rottweiler Kapuziner nach Neufra in direkter Nachbarschaft in Wellendingen Zwischenstation gemacht, sagte sie.

Bei den ausgestellten Werke habe schon immer die Natur als Inspiration der Malerei gedient. Für den Künstler sei die Textur in Hölzern, in Kristallen oder versteinerten Bäumen interessant. Daraus entstünden in den Kunstobjekten und Bildern neue faszinierende Farben und ungewöhnliche Formen. Es seien dabei manche Bilder mit einer Mischung aus Ruhe und Unruhe dabei.

Die Dozentinnen Marja Scholten-Reniers und Panka Chirer-Geyer führten aus, dass Arbeiten zum Teil mit sich gegenseitig abstoßenden Materialien wie Fett und Wasser gearbeitet werde, die sich aber auch verbinden könnten. Beide Reaktionen seien gleichwertig, weil sie im Auge des Betrachters etwas bewegten. Als Ideenquelle werde nicht zuletzt die Kristallwelt Dietingen genutzt. Hier böten Kristalle, Edelsteine oder Fossilien schier unerschöpfliche Strukturen. Bei der Arbeit mit Acryl und Pigmenten oder einfach nur Ölfarben werde dann den Bildern neues Leben eingehaucht, sagte Chirer-Geyer. Lohn der Ausdauer seien Bilder von großer Farbbrillanz.

Bildhauer Frieder Preis leitet die Schnitzergruppe, in der auch Waldemar Rapp tätig ist. Hier sucht man den Dialog mit Form, Rinde und Maserung. "Darin versuchen wir uns zu finden und unser Inneres für andere sichtbar zu machen", sagte Preis bei der Eröffnung.

Die Dozenten führten die Besucher durch die Ausstellung und standen für die zahlreichen Fragen zur Verfügung. Für die geplante Anschaffung einer Druckpresse für die Kunstschule wurden zahlreiche Jahresgaben als kleinformatige Werke komplett mit einem passenden Bilderrahmen für einen Kostenbeitrag verkauft.