
Kippenheim (ae). Für einige Wortmeldungen hat in der Hauptversammlung der Kippenheimer Gesamtwehr die Ausschreibung für das neue Feuerwehrauto LF 10/6 gesorgt. Kommandant Otto Hebding zeigte sich weniger glücklich über die gekürzten Zuschüsse von Seiten der Gemeinde.
Die Ausschreibung musste im vergangenen Jahr gestoppt werden, und dies kurz vor Auftragserteilung. Grund war laut Hebding, dass bei vier Anbietern Beanstandungen festgestellt wurden und man kein Risiko bei der Vergabe des Zuschlags habe eingehen wollen. Die Enttäuschung sei groß gewesen. Bürgermeister Matthias Gutbrod verteidigte den Entschluss, das Erteilen des Auftrags zu verschieben. "Wenn wir die Angebote so angenommen hätten, hätten wir den Zuschuss so wohl nicht bekommen, wie uns der Kreis signalisiert hat", sagte er nach lobenden Worten für die Leistungen der Wehr. Laut Hebding ist man nun optimistisch, dass eine neue Ausschreibung in den kommenden 14 Tagen veröffentlicht werde, und Bürgermeister Gutbrod sagte klipp und klar: "Das Auto wird bestellt."
Ausgesprochen "weh" getan hätten Hebding auch die gekürzten Zuschüsse der Gemeinde für die Kameradschaftspflege. Denn dies schlägt sich auch in der Kasse nieder, wie sich beim Bericht von Rechner Gerhard Gäßler zeigte. Allerdings müsse eben auch die Gemeinde sparen, wie Kreisbrandmeister Thomas Happersberger später kommentierte, und wo könne man bei der Feuerwehr sonst kürzen als bei der Kameradschaftspflege.
Alles in allem war 2010 auch wieder ein arbeitsreiches Jahr mit 25 Einsätzen, darunter der schwere Verkehrsunfall am Sulzer Kreuz, als zwei Menschen in ihren Autos eingeklemmt waren und befreit werden mussten; dort sei man sehr gefordert gewesen. Mit den Kollegen von benachbarten Wehren traf man sich im vergangenen Jahr zu drei gemeinsamen Übungen. Fleißig ist auch die Jugend, wie aus den Berichten von Torsten Hebding und Sara Haffke hervorging. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz, wofür Schriftführer Rainer Kary mehrere Beispiele nannte.
Im Allgemeinen ist laut Otto Hebding die Zusammenarbeit zwischen den beiden Abteilungen sehr gut, und auch mit den benachbarten Wehren klappt’s.
Für 25 aktive Jahre wurden Jürgen Vetter und Peter Hiller geehrt.