Waldachtal Mittlerweile sind es viele kleine Details
Schwarzwälder-Bote, 11.07.2012 19:00 UhrVon Michael Stock
Waldachtal-Tumlingen. Die Zeit läuft, und zwar unerbittlich. Mit der gesetzten Frist, ab Oktober 2013 ein fertig gestelltes Kinderhaus in Tumlingen zu haben, steht das Projekt unter immensem Zeitdruck – doch die Planungen schreiten mit großen Schritten voran. Im April war das Waldbronner Architekturbüro Weindel & Junior mit der Planung des Kinderhauses beauftragt worden. Die Architektin Verena Burchert hat nun dem Gremium in seiner jüngsten Gemeinderatssitzung detaillierte Planentwürfe ausführlich vorgestellt. Ihren Ausführungen zufolge ging es mit darum, in verschiedenen Räumen noch mehr Platz zu schaffen, was etwa im großen Raum mittels einer WC-Bündelung gelungen sei. Von Vorteil sei auch, dass keine Personalkleidungsräume für die Essensausgabe benötigt würden, da nicht selbst gekocht werde.
Im Gartengeschoss sei es dem Büro gelungen, Gruppenräume "noch mehr zusammenzuziehen. Das bietet nun zusätzlich Platz für ein Außen-WC", so Burchert. Sogenannte "Schutzschleusen" werden Kinder aufnehmen, die vorher draußen gespielt haben und dort beispielsweise ihre Schuhe wechseln können. So müssten sie nicht durch das ganze Haus laufen. Das Gebäude wird künftig aus zwei Etagen, einem Flachdach mit leichtem Pultdachanteil, über einen barrierefreien Zugang (Aufzug) sowie einem großzügig angelegten Vorhof ausgestattet. Im Inneren werden die beiden Geschosse einerseits mit einer Treppe sowie mit einer Rutsche verbunden sein.
Wahl des Deckenmaterials sowie Außenanstrich noch nicht geklärt
Noch nicht gelöst ist laut Burchert die Deckenfrage, da stehe man am Anfang, es steht die Wahl, Holz oder Beton zu verbauen: "Ich würde ja gerne Holz verwenden, wie ich überhaupt, etwa auch im Außenbereich, Holz verbauen möchte. Das ist aber eine Kostenfrage". Dies alles müsse durch eine Kostenkontrolle geprüft werden.
Ein weiterer offener Punkt ist der Außenanstrich. Burchert hatte gleich drei Fassadenbeispiele mit unterschiedlichen Farbvarianten mitgebracht, sie tendiert zu blau und generell zu einem nicht zu bunten Haus. "Der Bau soll sich zwar nicht verstecken, aber eine reduzierte Variante scheint mir am besten, so lässt man auch der Kreativität der Kinder noch freien Lauf, die die Welt der Farben erst entdecken", sagte Burchert.
Die Architektin hat in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie der Arbeitsgruppe die Entwurfsplanung überarbeitet und optimiert. Dabei wurden auch einige Erzieherinnen der Kindergärten Tumlingen, Hörschweiler und Oberwaldach im Rahmen eines Workshops in die Planung mit einbezogen. Die Planung gilt als Grundlage für die Kostenberechnung, mit der sich das Gremium laut Bürgermeister Heinz Hornberger in der letzten Sitzung vor der Sommerpause befassen wird. Er selbst sieht das Projekt gut aufgestellt. "Man kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir uns intensiv bemüht haben, funktional zu bauen", so sein Fazit.
Wenn alles nach Plan läuft, kann mit dem Bau Mitte oder Ende November begonnen werden. Das Architekturbüro Michael Weindel & Junior kommt nach einer überarbeiteten Kostenschätzung des gewählten Bauentwurfs auf eine Summe von rund 4,2 Millionen Euro. Die Entwurfsplanung wurde nach kurzer Diskussion von den Gemeinderäten mit einer Enthaltung beschlossen.


